28.07.2026

"Versteht doch euren Glauben!"

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Bezirksapostel Martin Rheinberger führte am 26. Juli 2026 den ersten Gottesdienst für seinen kompletten Arbeitsbereich durch. Der Gottesdienst fand in der Kirchengemeinde Albstadt statt und wurde nach Süddeutschland sowie in rund 30 weitere Länder übertragen. Zusätzlich war der Gottesdienst im Livestream auf YouTube zu sehen.

  • Bezirksapostel Martin Rheinberger war am 26. Juli 2026 in der Kirchengemeinde Albstadt zu Besuch.
    < Bezirksapostel Martin Rheinberger war am 26. Juli 2026 in der Kirchengemeinde Albstadt zu Besuch. >
  • Der Gottesdienst wurde in den gesamten Arbeitsbereich des Bezirksapostels übertragen.
    < Der Gottesdienst wurde in den gesamten Arbeitsbereich des Bezirksapostels übertragen. >
  • Neben Bezirksapostel Rheinberger waren Apostel Arne Herrmann,...
    < Neben Bezirksapostel Rheinberger waren Apostel Arne Herrmann,... >
  • ... sowie Bischof Marco Metzger zu einem Predigtbeitrag aufgerufen.
    < ... sowie Bischof Marco Metzger zu einem Predigtbeitrag aufgerufen. >
  • Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch einen gemischten Chor, den Jugendchor sowie Instrumentalsolisten.
    < Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch einen gemischten Chor, den Jugendchor sowie Instrumentalsolisten. >

Bezirksapostel Martin Rheinberger führte am 26. Juli 2026 den ersten Gottesdienst für seinen kompletten Arbeitsbereich durch. Der Gottesdienst fand in der Kirchengemeinde Albstadt statt und wurde nach Süddeutschland sowie in rund 30 weitere Länder übertragen. Zusätzlich war der Gottesdienst im Livestream auf YouTube zu sehen.

Zu Beginn des Gottesdienstes stellte Bezirksapostel Rheinberger die Frage, ob es bei den unterschiedlichen Lebenssituationen der Menschen aus 30 Ländern und den damit verbundenen verschiedenen Erwartungen an einen Gottesdienst einen gemeinsamen Nenner geben könne. Ja, diesen gebe es, bekräftigte er. Es sei das was der Stammapostel ihm bei seiner Beauftragung mitgegeben habe: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Dies sei ein Programm, das für alle Gemeinden gelte.

Nicht Belehrung, sondern Bewirtung

Die Apostellehre sei dabei keine Belehrung mit erhobenem Zeigefinger. Die Lehre der Apostel sei vielmehr Bewirtung. Damit würden die Apostel heute das Gleiche tun, was Jesus damals getan habe. Sie sagten: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Die Arbeit der Apostel – wenn sie in der Lehre Jesu stünden – sei eine Arbeit, die erquicke und bewirte.

Mit diesem Verständnis würden sich manche Diskussionen von selbst erledigen. Der Gottesdienst an einem Wochentag sei dann keine Last mehr, denn Gott bewirte die Menschen dort. Der Gottesdienst sei eine Chance, Frieden und Ruhe für die Seele zu finden. Die Diskussion selbst sei dann nicht mehr wichtig – eine Antwort werde die Zeit zeigen.

Gott mit Verstand lieben

Erst danach ging der Bezirksapostel auf das Textwort ein, das die Grundlage für den Gottesdienst bildete. Es stand in Markus 12,34: „Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.“

Hintergrund des Bibelworts ist die Frage eines Schriftgelehrten nach dem höchsten aller Gebote. Jesus antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt – manche Bibelübersetzungen würden hier auch vom ganzen Verstand sprechen – und mit all deiner Kraft. Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Der Schriftgelehrte wiederholte dies in eigenen Worten und ergänzte, dass dieses Gebot mehr sei als all die damals üblichen, traditionellen Brand- und Schlachtopfer. Jesus erkannte, dass dieser Schriftgelehrte verständig war, und antwortete ihm mit dem Bibelwort des Gottesdienstes.

Sei nicht gedankenlos

Bezirksapostel Rheinberger führte aus, dass Menschen manchmal von dem geprägt und geleitet würden, was sie wissen und kennen – wie etwa von den Brand- und Schlachtopfern. Danach würden sie sprechen und handeln. Jesus mache jedoch deutlich, dass es etwas Wichtigeres gebe: Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Kraft und mit ganzem Verstand zu lieben.

Dazu sagte Bezirksapostel Rheinberger: „Da liebt jemand Gott von ganzem Verstand. Er liebt und glaubt kindlich, aber er weiß es gehört etwas Verstand dazu. Wenn ich Gott so liebe, kann ich nicht gleichzeitig gedankenlos sein.“ Es gehe daher darum, nicht gedankenlos zu beten, zu dienen oder Aufgaben zu übernehmen, sondern sich bewusst Gedanken darüber zu machen.

Mit einem klaren Aufruf wandte er sich an die Gläubigen: „Versteht doch euren Glauben!“ Der Katechismus sei nicht dazu da, damit andere Religionsgemeinschaften den neuapostolischen Glauben besser verstehen könnten. Für ihn selbst sei der Katechismus vielmehr dazu da, den eigenen Glauben und die darin bestehenden Zusammenhänge noch besser zu verstehen.

Und deinen Nächsten wie dich selbst.

Als Letztes ging Bezirksapostel Rheinberger auf das Gebot der Nächstenliebe ein. Manchmal würden wir Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder aufgrund gemachter Erfahrungen in eine Schublade stecken. Auch uns selbst würden wir mitunter in eine Schublade stecken, etwa wenn wir glaubten, etwas nicht zu können.

Den Nächsten – und auch sich selbst – zu lieben, bedeute, denjenigen aus dieser Schublade herauszunehmen. Dazu gehöre auch, dem anderen zuzugestehen, dass er sich verändern und seine Meinung ändern könne.

Apostel Arne Herrmann und Bischof Marco Metzger, beide aus dem Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg, wurden zu einem Predigtbeitrag aufgerufen. Zu dem Gottesdienst in Albstadt waren die Kirchengemeinden Albstadt, Gammertingen und Sigmaringen eingeladen. Der aus den drei Gemeinden zusammengesetzte gemischte Chor sowie der Jugendchor umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Fotos: Carina Gottschalk, Carolin Hunger

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