Im August wurde der Kirchenneubau durch Bezirksapostel Michael Ehrich seiner Bestimmung geweiht. Während die Kirchenweihe ein Fest für die Kirchengemeinde selbst war, fand am Wochenende des 18. und 19. Oktober 2025 ein Fest für die Öffentlichkeit statt: Allen Interessierten, den am Projekt beteiligten Architekten und Handwerkern sowie allen Neugierigen stand der Kirchenneubau an diesem Wochenende offen. Dazu kamen zahlreiche geladene Besucher aus Politik, Kirche und Gemeinde.
Vertreter von Stadt, Kirche und Baubeteiligten besuchen den Festakt
Den Auftakt der Festlichkeiten bildete am Samstagnachmittag der Festakt. Gemeindevorsteher Jörg Dittus sprach allen Beteiligten – Architekten, Baufirmen, Behörden und Gemeindemitgliedern – seinen Dank aus. Sie alle hätten dazu beigetragen, dass die Kirchengemeinde einziehen konnte und nun sagen könne: „Wir fühlen uns hier pudelwohl.“ Im Rahmen des Festakts kamen zudem zahlreiche Vertreter aus Land, Landkreis, Stadt sowie aus der politischen und kirchlichen Gemeinde zu Wort.
Architekt Michael Muffler vom federführenden Architekturbüro Muffler Architekten BDA / DWB aus Tuttlingen sowie Architekt Marcello Raff von der Abteilung Bau/Unterhalt der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland erläuterten einige Hintergründe und Details zum neuen Gebäude. Eine Besonderheit des neuen Kirchengebäudes sei, so wurde betont, der Umgang mit dem Thema „Alt und Neu“. Das Fundament der neuen Kirchengebäudes bestehe ganz im wörtlichen Sinn aus dem Baumaterial des früheren Gebäudes. Zugleich markiere der Neubau eine bewusste Neuausrichtung: Im Vergleich zur alten Kirche wurde das Gebäude um 180 Grad gedreht, wodurch auch der Altar einen neuen Platz erhielt. Am früheren Standort des Altars wurde zur Erinnerung ein Baum gepflanzt, der nun im Vorhof steht.
Zahlreiche Aktionen und Gespräche
Im Anschluss an den Festakt waren alle Anwesenden zum Tag der offenen Türe eingeladen. Das Rahmenprogramm bot viele Anlässe für Begnungen. Beispielsweise konnten sich die Besucher über die Neuapostolische Kirchengemeinde Tuttlingen informieren, sich an einer Gedankenwand aktiv beteiligen, einen Kreuzanhänger aus Holz gestalten oder beim offenen Singen am Klavier mitmachen. Die Videopräsentation "2 Jahre in 20 Minuten" informierte im Zeitraffer über die zwei Jahre zwischen Abriss des alten und Bau des neuen Kirchengebäudes.
Am Sonntag feierte Bezirksvorsteher Jochen Hübner mit der Kirchengemeinde einen Gottesdienst. Danach hieß die Kirchengemeinde alle Interessierten erneut bei Kaffee und verschiedenen Aktionen willkommen.
Fotos: Muffler Architekten, NAK Süddeutschland