Seit dem Jahr 2003 wird immer am 19. August der „Welttag der humanitären Hilfe“ begangen. Der Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen initiiert, in Erinnerung an 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen, die bei dem Bombenanschlag eines Selbstmordattentäters in Bagdad ums Leben kamen.
An diesem Tag soll internationales humanitäres Engagement gewürdigt werden. Im Mittelpunkt sollen die Helfer stehen – von Mitarbeitern von Hilfseinrichtungen über freiwillige Helfer, die sich bei Unglücken, Notlagen und Katastrophen spontan einsetzen, bis hin zu großzügigen Spendern. Desweiteren wird an diejenigen Helfer erinnert, die bei ihrer Tätigkeit das Leben verloren haben, und es wird an alle gedacht, die beim Helfen Gewalt ausgesetzt sind.
Zudem wird am „Welttag der humanitären Hilfe“ beispielhaft auf die Nöte vieler Menschen weltweit aufmerksam gemacht.
Krisen im Fokus und "vergessene Krisen"
Derzeit im Fokus der Öffentlichkeit steht die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan. Humanitäre Hilfe ist vor Ort momentan so gut wie nicht möglich, die Helfer müssen zum eigenen Schutz das Land verlassen. Dagegen sind nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti bereits zahlreiche Hilfsaktionen angelaufen. Auch in den vom Hochwasser verwüsteten Gebieten in Westdeutschland und in den brennenden Wäldern in Südeuropa sind nach wie vor viele Helfer im Einsatz und werden auch noch längere Zeit gebraucht werden.
Es gibt aber auch Krisen, Kriege und Naturkatastrophen, die weniger im Bewusstsein der Öffentlichkeit stehen. Sie werden dadurch zu sogenannten vergessenen Krisen. Die Betroffenen erhalten dann oftmals keine oder nur unzureichende humanitäre Hilfe.
Einige Beispiele für „vergessene Krisen“:
- die Heuschreckenplage und die extreme Dürre am Horn von Afrika
- die Hungersnot in Burundi, Jemen, Madagaskar und ungezählten anderen Ländern
- die Überschwemmungen in Somalia, Südsudan, Kenia und Äthiopien
- der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser, von dem etwa 770 Millionen Menschen weltweit betroffen sind
- der Krieg in Syrien, der nun bereits mehr als zehn Jahren anhält
Die Nächstenliebe gebietet es, sich zugunsten von Menschen in Not einzusetzen. Als zentrales Element des christlichen Glaubens hat die „tätige Nächstenliebe“ besondere Bedeutung. Not und Elend zu lindern, ist auch Anliegen des Hilfswerks der Gebietskirche Süddeutschland, „human aktv“. Auf der Homepage des Hilfswerks gibt es viele Informationen, wie Menschen in Not geholfen werden kann.