Damit begann sein 25-jähriges segensreiches Wirken als Bezirksapostel. Blicken wir 40 Jahre zurück:
Bezirksapostel für Baden …
An jenem Ostersonntag, dem 19. April 1981, feierte der damalige internationale Kirchenleiter, Stammapostel Hans Urwyler, den Ostergottesdienst in Eppelheim (bei Heidelberg). In dem Festgottesdienst trat Bezirksapostel Willi Wintermantel, Leiter der Gebietskirche Baden, in den Ruhestand. Der 40-jährige Bischof Klaus Saur empfing das Apostelamt und den Auftrag als Bezirksapostel für Baden.
… und für Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Nur drei Jahre später, am 29. April 1984, erweiterte sich das Arbeitsgebiet von Bezirksapostel Saur beträchtlich. Von da an leitete er zusätzlich die Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland – mit Belgien und Luxemburg – einschließlich ihrer rund 20 betreuten Länder und Gebiete. So unternahm er nun Reisen nach Nord- und Westafrika, Griechenland, in die Türkei und den Libanon sowie nach Israel, um die Gemeinden zu besuchen und Gottesdienste zu halten.
Elf Jahre war Bezirksapostel Saur für diese Gebietskirche verantwortlich, und im Rückblick auf diesen Zeitraum von 1984 bis 1995 meinte er: „Die Verbindung zu vielen Geschwistern in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland war sehr stark und innig und ist es heute noch.“
Bezirksapostel für Baden, Bayern und Württemberg
Im Gottesdienst am Sonntag, 10. Dezember 1995, den der damalige Stammapostel Richard Fehr in Nürtingen durchführte, trat Bezirksapostel Karl Kühnle in den Ruhestand. Er hatte rund 20 Jahre die Gebietskirchen Württemberg und Bayern mit rund 30 dazu gehörenden Ländern geleitet. An seiner Statt wurde Bezirksapostel Saur für die beiden Gebietskirchen beauftragt: „Sie bilden mit Baden den großen, weiten Süden Deutschlands“, erklärte der Stammapostel seine Überlegung, diese Bereiche einem Bezirksapostel anzuvertrauen.
Fast 94.000 Glaubensgeschwister in Württemberg und Bayern sowie hunderttausende in den betreuten Ländern waren von diesem Wechsel betroffen. Zusammen mit den rund 29.000 Glaubensgeschwistern in Baden war Bezirksapostel Saur nun verantwortlich für die damals größte europäische Gebietskirche. Zu seinem Arbeitsbereich gehörten Gebietskirchen und Gemeinden in afrikanischen Ländern, am Persischen Golf und in Osteuropa.
Von der Leitung der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland wurde Bezirksapostel Saur entlastet; in dem Gottesdienst erfolgte die Ordination von Bezirksapostel Hagen Wend.
In der Amtszeit von Bezirksapostel Saur fusionierten die Gebietskirchen Baden und Württemberg zur Gebietskirche Baden-Württemberg (mit Wirkung vom 1. Januar 1997). Eine weitere Fusion erfolgte, als zum 1. Januar 2002 die Gebietskirche Bayern mit der Gebietskirche Baden-Württemberg zur heutigen Gebietskirche Süddeutschland zusammengeführt wurde.
Am Ende seiner Amtszeit war Bezirksapostel Saur in seinem Arbeitsbereich für insgesamt 1,37 Millionen Gläubige zuständig.
Ruhestand nach 25 Jahren als Bezirksapostel
Bezirksapostel Saur trat im Gottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber am Sonntag, 23. April 2006, in der Kirche Karlsruhe-Mitte durchführte, in den Ruhestand.
Tags zuvor hatte es eine Feier gegeben, in welcher seine 25-jährige Amtszeit als Bezirksapostel gewürdigt wurde. Im Kreis der Bezirksapostel sei der Jubilar „eine Institution“ gewesen, so der Stammapostel. In seiner Laudatio erinnerte er an die Reaktion des Bezirksapostels Saur, als ihm durch Stammapostel Urwyler am 19. April 1981 die erste Gebietskirche anvertraut worden war: „Unsere Herzen brennen!“ Diese Worte seien kennzeichnend für die Einstellung des Bezirksapostels Saur gewesen.
Insgesamt hat Bezirksapostel Saur über 45 Jahre als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche gedient. Am 29. Juli 2014 ist er überraschend verstorben. (Siehe auch: „Erinnerung an Bezirksapostel Saur“ und „Geburtstag des Bezirksapostels Saur“)