Der vierte Sonntag im November 2020 war der letzte im zurückliegenden Kirchenjahr (der fünfte Sonntag im November ist der erste diesjährige Adventssonntag). Die Predigt im letzten Sonntagsgottesdienst des Kirchenjahres betraf das ewige Leben in der neuen Schöpfung.
Die Lehre von den Ereignissen, die in der Zukunft geschehen werden (Eschatologie), hat ihre Grundlage in der Heiligen Schrift. So lag als Bibelwort 2. Petrus 3,13 zugrunde: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ In diesem Kapitel des 2. Petrusbriefs wird die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi bekräftigt: das eschatologische Ereignis, auf das sich die Gläubigen vorbereiten und das die Vereinigung mit Jesus Christus bedeutet – Beginn der unmittelbaren und unauflöslichen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott.
Am Ende – nach dem Endgericht (Jüngsten Gericht) – wird Gott eine neue Schöpfung an die Stelle der alten setzen. Es wird eine neue Wirklichkeit sein, für die es zwar Bilder gibt, wie in Offenbarung 21,1 bis 22,5 zu lesen, die aber letztlich für den Menschen heute unvorstellbar ist. Dann wird Gott sein alles in allem.
Die im Endgericht Gnade finden, werden Bewohner von Gottes neuer Schöpfung sein und ewige Gemeinschaft mit ihm haben.
Die göttliche Gerechtigkeit, die die neue Schöpfung bestimmt, soll in Gestalt der Liebe und Barmherzigkeit schon heute im Handeln der Gläubigen sichtbar werden und ein Kennzeichen der Gemeinden sein.
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr dient vielen Christen auch der Erinnerung an die Verstorbenen, besonders an jene des vergangenen Kirchenjahres.
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