Das Bibelwort, das Basis der Wortverkündigung war, ist aus dem Neuen Testament: „Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei“ (Römer 14,9).
Jesus Christus errettet vom „geistlichen Tod“
Der Mensch ist Sünder; die Sünde bewirkt den „geistlichen Tod“: die Trennung des Menschen von Gott.
Jesus Christus ist der Herr. Durch seinen Opfertod hat er die Errettung vom „geistlichen Tod“ und den Zugang zum ewigen Leben ermöglicht. Er hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Diese Gewalt – seine Vollmacht – stellt er in den Dienst der Errettung der Menschen vom „geistlichen Tod“.
Um errettet zu werden, ist der Glaube an Jesus Christus unerlässlich – es gilt, Jesus Christus als den Herrn anzunehmen. Dies betrifft Lebende und Verstorbene gleichermaßen.
Heilsvermittlung für Verstorbene
Dreimal im Jahr, jeweils am ersten Sonntag in den Monaten März, Juli und November, werden solche Gottesdienste gefeiert, die dem Gedenken an Verstorbene und der Fürbitte für sie – es erfolgt ein besonderes Gebet – gewidmet sind.
Führen der Stammapostel oder ein Bezirksapostel diese Gottesdienste durch, geschieht mehr, nämlich die sakramentale Heilsvermittlung für Verstorbene.
Die sakramentale Heilsvermittlung an Verstorbenen erfolgt, indem die jeweilige sichtbare Handlung – die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl – stellvertretend an Lebenden vorgenommen wird. Dies kommt dann nicht den Lebenden, sondern den Verstorbenen zugute.
Auch zur Zeit der ersten christlichen Gemeinden gab es gemäß biblischem Bericht die Sakramentsspendung für Verstorbene, stellvertretend vollzogen an Lebenden.
Gottesdienst mit dem Bezirksapostel in Fellbach
Bezirksapostel Michael Ehrich feierte diesen besonderen Gottesdienst am 1. November 2020 in der Kirche in Fellbach (Kirchenbezirk Stuttgart/Fellbach) und vollzog die Sakramente der Heiligen Wassertaufe, Heiligen Versiegelung und des Heiligen Abendmahls zugunsten von Verstorbenen, stellvertretend an zwei Amtsträgern.
Für die Wortverkündigung verwendete der Bezirksapostel ein Bibelwort aus dem Alten Testament: „Denn der Herr hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der Herr, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst“ (Zephanja 3,15). Die süddeutschen Apostel waren im Gottesdienst dabei. Zur weiteren Wortverkündigung wurde Apostel Andreas Sargant gerufen, der den Apostelbereich München leitet.
Diejenigen, die angesichts der anhaltenden Covid-19-Pandemie noch keine „Präsenzgottesdienste“ in der Gemeinschaft ihrer Gemeinde besuchen, konnten das Angebot wahrnehmen, den Gottesdienst zu Hause als sogenannten Videogottesdienst mitzuerleben. Dazu gab es einen öffentlichen Livestream über den YouTube-Kanal der Gebietskirche.
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