19.05.2020

Videogottesdienst am 17. Mai: Erfüllt vom Heiligen Geist

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Am Sonntag, 17. Mai 2020, wurde wieder ein zentraler sogenannter Videogottesdienst in Süddeutschland durchgeführt, der medial mitgefeiert werden konnte.

  • Apostel Jürgen Loy führte den Videogottesdienst am 17. Mai durch
    < Apostel Jürgen Loy führte den Videogottesdienst am 17. Mai durch >
  • Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte
    < Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte >
  • Apostel Jürgen Loy führte den Videogottesdienst am 17. Mai durch
    < Apostel Jürgen Loy führte den Videogottesdienst am 17. Mai durch >
  • Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte
    < Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte >
  • Bischof Bernd Bornhäusser
    < Bischof Bernd Bornhäusser >
  • Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte
    < Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte >
  • Bischof Bernd Bornhäusser
    < Bischof Bernd Bornhäusser >
  • Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte
    < Videogottesdienst am 17. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte >

Apostel Jürgen Loy, der den Apostelbereich Stuttgart leitet, führte den Gottesdienst in der Kirche Karlsruhe-Mitte durch. Als Basis für die Predigt nahm er ein Bibelwort aus dem Alten Testament, aus 4. Mose 11,29b: „Wollte Gott, dass alle im Volk des Herrn Propheten wären und der Herr seinen Geist über sie kommen ließe!“

Per Internet-Livestream über den YouTube-Kanal der Gebietskirche Süddeutschland bestand die Möglichkeit, in den Sprachen Deutsch einschließlich der deutschen Gebärdensprache (Bild-in-Bild-Einblendung), Englisch, Französisch, Kroatisch, Russisch und Spanisch am Videogottesdienst zu Hause teilzunehmen. Die süddeutschen Gemeindemitglieder konnten auch per Telefonübertragung den Gottesdienst miterleben.

„I hear Thy welcome voice“

Ein Männer-Gesangsquintett hatte – wie auch Orgelspiel – schon vor Gottesdienstbeginn die Teilnehmer erfreut. Zu Predigtbeginn trug das Quintett das Lied „I hear Thy welcome voice“ aus dem englischen Gesangbuch (Text: Lewis Hartsough) vor, das vom Hören der Stimme Jesu handelt.

Der Apostel griff dies auf und erinnerte an den Heilandsruf: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28). Es sei der „liebende Ruf des Herrn in jedes Herz“, zum Einsamen, zu Familien, zu allen, die alle ja ganz unterschiedlich seien, die sich in unterschiedlichen Situationen befänden, vielleicht in großer Bedrängnis, und die nun an verschiedenen Orten zu Hause den Gottesdienst miterlebten. Sie alle möchten, wünschte der Apostel, verspüren, wie Jesus Christus voller Liebe und Verständnis für jeden sei.

Das Reich Gottes annehmen wie ein Kind

„Die Einladung, zu Jesus Christus zu kommen, gilt auch euch, ihr Kinder“, wandte sich der Apostel direkt an die Kinder und beleuchtete ihre spezielle Situation angesichts der COVID-19-Pandemie. In diesem Zusammenhang sprach er vom Bericht aus dem Markus-Evangelium, als Eltern ihre Kinder zu Jesus brachten, um sie segnen zu lassen, und die Jünger Jesu ihnen dies verwehrten. Jesus wies damals die Jünger zurecht: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes“ (Markus 10,14). Jesus habe die Kinder nahe bei sich haben wollen, so auch jetzt.

„Jesus erteilte den Jüngern eine Lehre. Er sagte, wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind empfängt, wird nicht hineinkommen“, so der Apostel in seinen weiteren Ausführungen dazu. Er ermunterte die Glaubensgeschwister, das Reich Gottes anzunehmen wie ein Kind – wie es voller Dankbarkeit und Freude ein Geschenk annehme, so gelte es, das Geschenk des Reiches Gottes anzunehmen. Auch Glauben und Vertrauen zum Herrn gehörten dazu, so wie Kinder vertrauten.

Die Bibel berichtet in diesem Kontext weiter, dass Jesus die Kinder herzte, die Hände auf sie legte und sie segnete (Vers 16). Der Apostel brachte diese „anrührende Stelle“ in den Zusammenhang mit der Himmelfahrt des Herrn, von der im Lukasevangelium bezeugt wird, dass der auferstandene Christus seine Apostel, die Augenzeugen seiner Himmelfahrt wurden, zuvor segnete. „Er segnete damals, und er macht dies heute“, so der Apostel.

Gabe und Aufgabe

Aus dem Alten Testament geht hervor, dass gläubige Menschen gemäß dem Willen Gottes von Zeit zu Zeit von der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt wurden. Und so konnte der Apostel bei der Auslegung dieses Bibelworts auch den Blick der Glaubensgeschwister auf das bevorstehende Pfingstfest richten, an dem an die Ausgießung der Heiligen Geistes gedacht wird – das Erfülltsein mit der „Kraft aus der Höhe“ (Lukas 24,49).

Der „Reichtum der sakramentalen Gabe des Heiligen Geistes“, so der Apostel, habe Bedeutung im Leben der Glaubenden. Dass sie im Sakrament der Versiegelung bleibend die Gabe des Heiligen Geistes empfangen hätten, wirke sich vielfältig aus – so sei das Verhältnis zu Gott auf eine kindlich vertrauensvolle Grundlage gestellt. Der Geist Gottes schenke Frieden im Herzen und Freude, halte die Hoffnung auf Christi Wiederkommen wach und leite zur Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Dabei erwähnte er den Wunsch des Apostels Paulus im zweiten Brief an Timotheus: „Erwecke die Gabe Gottes, die in dir ist … Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,6.7). So sei auch eine Aufgabe damit verbunden – im gesamten Leben ein „lesbarer Brief Christi“ zu sein. Alles, was zu Erbauung und Stärkung der Gemeinde diene, sei Aufgabe aller.

Von der empfangenen Gabe, die zum Dienst leitet, sprach auch Bischof Bernd Bornhäusser, der in der Kirche Karlsruhe-West zugegen war und vom Apostel um einen Predigtbeitrag gebeten wurde. „Wir sind auch heute in der Verantwortung, das Evangelium in die Welt hinauszutragen.“ Diese Aufgabe gelte es, mit Glauben, Vertrauen und in Demut zu erfüllen, und zwar stetig. Ließen die Glaubenden den Geist stetig in sich wirken, habe das Auswirkungen in ihnen selbst und nach außen. Zum Beispiel sei man dann bestrebt, dem anderen etwas Gutes und Liebes zu tun, und suche, ihn zu erfreuen. Dazu erzählte der Bischof als Bild von seinem kleinen Enkel, der in der Corona-Pandemie-Situation mehrmals täglich die Oma anrufe: „Oma, ich lese dir etwas vor!“ – um ihr eine Freude zu machen.

Gottes Gnade und Liebe

Vor der Verkündigung der Sündenvergebung bezog sich der Apostel erneut auf die Einladung Jesu Christi an alle: „Wir erleben nun etwas, das uns alle in unserer Verschiedenheit eint.“ Die Sündenvergebung sei besonderer Ausdruck der Liebe Gottes.

In diesem Zusammenhang erklärte er bezüglich des Vaterunser-Gebets, die große Gemeinde an den verschiedenen Orten bete nun gemeinsam dasselbe: „Wir danken für dasselbe, wir bitten für dasselbe.“ Auch bekenne die Gemeinde in diesem Gebet gemeinsam, Sünder zu sein und Schuld auf sich geladen zu haben. „Das sagen wir Gott. Das sagen wir voreinander und sagen es somit auch zueinander – es ist auch ein Bekenntnis zur Versöhnung.“

Den musikalischen Abschluss des Gottesdienstes machte das erwähnte Männer-Gesangsquintett mit einem Liedvortrag, diesmal mit Klavierbegleitung, indem es im Lied „Nur noch eine kleine Weile“ (Chorbuch Nr. 427, Text Gustav Mankel, 1907-1987) auf Christi Wiederkommen verwies.

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