05.05.2020

Videogottesdienst am 3. Mai: Verbindung mit Jesus Christus

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Am ersten Sonntag im Mai 2020 wurde infolge der Schutzmaßnahmen wegen der COVID-19-Pandemie in Süddeutschland nur ein zentraler sogenannter Videogottesdienst durchgeführt. Die Gemeindemitglieder erlebten ihn via Internet-Livestream (YouTube) oder Telefonübertragung zu Hause mit.

  • Apostel Martin Schnaufer führte den Videogottesdienst am 3. Mai durch
    < Apostel Martin Schnaufer führte den Videogottesdienst am 3. Mai durch >
  • Videogottesdienst am 3. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte
    < Videogottesdienst am 3. Mai 2020 aus Karlsruhe-Mitte >
  • Apostel Martin Schnaufer
    < Apostel Martin Schnaufer >
  • Bischof Urs Heiniger
    < Bischof Urs Heiniger >
  • Musikalische Umrahmung durch Gesang, Klavier, Querflöte und Orgel
    < Musikalische Umrahmung durch Gesang, Klavier, Querflöte und Orgel >
  • Bischof Urs Heiniger
    < Bischof Urs Heiniger >

Den Gottesdienst leitete Apostel Martin Schnaufer (Apostelbereich Freiburg/Tübingen), mit dabei war Bischof Urs Heiniger, den der Apostel um einen Predigtbeitrag bat. Sendeort war, wie bei den bisherigen ausschließlich via Medien verbreiteten Videogottesdiensten der Gebietskirche Süddeutschland, die Kirche Karlsruhe-Mitte.

Außer den Glaubenden in Süddeutschland hatten Gemeindemitglieder in weiteren Teilen des Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Ehrich die Möglichkeit, über den YouTube-Kanal der Gebietskirche bei sich zu Hause daran teilzunehmen – gesendet wurde in Deutsch sowie in der deutschen Gebärdensprache, in Englisch, Kroatisch, Russisch und Spanisch. (Die französischsprachigen Glaubensgeschwister waren eingeladen, am Videogottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider teilzunehmen, der zeitgleich in Straßburg stattfand.)

Musikalische Grüße

Liedvorträge in englischer Sprache hat es zur Freude der englischsprachigen Teilnehmer und als Zeichen der Verbundenheit mit ihnen in bisherigen Videogottesdiensten gegeben. Diesmal wurden zwischen den Wortbeiträgen durch ein Lied in russischer Sprache – Sologesang mit Querflöten- und Klavierbegleitung – die Glaubensgeschwister in der Ukraine besonders erfreut und gegrüßt.

Als Schlusslied erklang das Friedenslied „Hevenu shalom alechem“, vorgetragen von zwei Sängerinnen, als ein „lieber Gruß an unsere Geschwister in Israel“, wie der Apostel erklärte.

Die große Gemeinde in Ost- und Westafrika, in der Ukraine, auf dem Balkan, in Israel und in Ländern am Persischen Golf war schon vor Gottesdienstbeginn durch Spiel von Querflöte, Klavier und Orgel eingestimmt worden.

„Ich bete an die Macht der Liebe“, mit zwei Strophen dieses bekannten Liedes vom Preis der Gottesliebe (Text: Gerhard Tersteegen, 1697-1769) eröffnete das Gesangsduett mit Klavierbegleitung den Predigtteil im Gottesdienst.

Der Herr, inmitten der Gemeinde

Der Apostel sprach in seinen einleitenden Worten von den damaligen Aposteln Jesu, dass diese vor dem Hohen Rat angeklagt waren und nach ihrer Freilassung nicht aufhörten, das Evangelium zu verkündigen: „alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus“ (Apostelgeschichte 5,42).

Unabhängig von den äußeren Bedingungen – Gottesdienstteilnahme ganz allein oder mit der Familie „in den Häusern“ –, werde auch jetzt das Evangelium verkündigt, es sei „der Herr inmitten der Gemeinde“. Aus der Hinwendung des Herrn zu den Glaubenden und aus ihrer Verbindung mit ihm könnten sie wieder Orientierung für ein Leben nach Gottes Willen erfahren, neuen Mut für die Zukunft gewinnen, getröstet und im Glauben gestärkt werden und Freude könne wieder da sein.

So ermunterte er die Glaubensgeschwister, nicht aufzuhören, den Herrn zu lieben und ihm zu vertrauen; sie sollten weiterhin Verbindung zum Herrn halten, dankbar sein und mit Glaubensmut in die Zukunft schauen, in der Erwartung von Christi Wiederkunft.

Mit Jesus Christus verbunden …

Die Verbindung mit Jesus Christus wurde zum Gottesdienstbeginn durch das Orgelspiel thematisiert, indem der Organist aus dem Lied des deutschen Gesangbuchs Nummer 189 spielte: „Mit dir, o Herr, verbunden“. Der Liedtext von Jane Cross Simpson (1811-1886) spricht vom Vertrauen in Jesus Christus und dem Empfinden, nie einsam und allein zu sein, sondern stets seine tröstliche Nähe zu erleben und ihm alles anheimstellen zu können.

Aus der engen Verbindung mit Jesus Christus empfange man Kraft, so der Apostel seinen weiteren Ausführungen, am Wachsen zu bleiben nach Jesu Vorbild. „Dabei ist nicht entscheidend, ob uns alles hundertprozentig gelingt – der Herr sieht das Herz an; er weiß, wie wir es meinen.“

… als Glied am Leib Christi

Als Bibelwort für die Predigt lag Römer 6 zugrunde: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein“ (Vers 4-5).

Bei seinen Erläuterungen zur Taufe, von der das Bibelwort handelt, wies Apostel Schnaufer darauf hin, dass der Täufling, bildlich gesprochen, in den Leib Christi eingefügt und damit Christ werde. Als Glied am Leib Christi sei man mit Christus, dem Haupt des Leibes, aufs engste verbunden. Die Glieder des Leibes orientierten sich am Haupt.

Bei der Taufe bzw. bei der Konfirmation werde die Entscheidung bekundet, dem Teufel „und all seinem Werk und Wesen“ – so die Formulierung in Konfirmationsgelübde – zu entsagen und dem Bösen zu widerstehen. Es gelte, gegen die Sünde und das Böse zu kämpfen, das dem Evangelium zuwiderläuft.

„Im Glauben und im Gehorsam haben wir uns Jesus übergeben“, ging der Apostel weiter auf das Konfirmationsgelübde ein und erklärte: „Wir dienen ihm, indem wir das Evangelium verkündigen – dadurch, dass wir über das sprechen, was uns im Leben so viel bedeutet, dadurch, dass unsere Reaktionen und unser ganzes Verhalten dem Evangelium entsprechen“. So könne man mithelfen, dass das Evangelium die Menschen erreiche und diese das Heil in Jesus Christus fänden.

Verbindung mit Jesus Christus auch in schwerer Zeit

Bischof Heiniger sprach von der Dankbarkeit darüber, dass Gottes Liebe nie aufhört, und versicherte der medial und insbesondere innerlich miteinander verbundenen Gemeinde: „Jesus Christus ist da! Er ist für alle Geschwister erlebbar.“ Entscheidend sei, mit Jesus Christus verbunden zu sein und in ihm zu leben.

Verbindung mit Jesus Christus sei gerade auch dann wichtig, wenn es für einen schwierig sei und man vielleicht einmal nichts von der Fürsorge und Kraft aus Jesus Christus wahrnehme. Dazu zeigte der Bischof als einfaches Beispiel die Verbindung einer Pflanze mit ihrer Wurzel und tröstete: Nach dem Winter oder einer dürren Zeit erweise sich das Leben aus dieser Verbindung, wenn es wieder grüne und Früchte hervor kämen.

Mit Dank an alle, die – ehrenamtlich – zu den Videogottesdiensten beitragen, darunter auch die Dolmetscher und Techniker, endete die Gottesdienst-Übertragung, zu der sich wieder Tausende Teilnehmer eingeloggt hatten.

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