„Engagement und Mut“, so könnte die Überschrift über die Inhalte der Sendung des Monats März lauten.
Der eine Teil der Sendung galt dem Engagement des Bezirksältesten Wolfgang Oehler, der viele Jahre Vorsteher des neuapostolischen Kirchenbezirks Stuttgart/Leonberg war: Vor zehn Jahren hatte sich der promovierte Mathematiker Oehler aus der Geschäftsleitung einer Versicherungsgruppe zurückgezogen. Seitdem widmete er sich mit hohem Engagement und viel Herz seinen ehrenamtlichen Amtsaufgaben in der Kirche (seit Erntedank 2019 ist er im Ruhestand) und – nach wie vor – karitativen Projekten, insbesondere in Ländern, die zum Arbeitsbereich des Bezirksapostels Michael Ehrich in Westafrika gehören.
Seit seiner ersten Reise im kirchlichen Auftrag nach Westafrika, vor über 30 Jahren, reist Wolfgang Oehler durchschnittlich viermal jährlich dorthin. Jedes Mal besucht er zwei oder drei Länder, in denen die Analphabetenrate hoch ist. Da Bildung als Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben gilt, ja ein Leben mit Zukunftsperspektive überhaupt erst ermöglicht, setzt dort die karitative Unterstützung an. Sie erfolgt durch die Jörg-Wolff-Stiftung, als deren Vertreter Wolfgang Oehler in den Ländern entlang der westafrikanischen Küste arbeitet, in Kooperation mit dem Hilfswerk der Gebietskirche Süddeutschland, „human aktiv“. So werden z.B. pro Jahr in Guinea und Sierra Leone vier bis acht neue Schulen gebaut.
Mut – anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hatte sich die Hörfunk-Redaktion mit Frauen beschäftigt, die in der Bibel erwähnt werden, und dazu Dr. Reinhard Kiefer befragt, den theologischen Referenten der Neuapostolischen Kirche International. Die Purpurhändlerin Lydia, von der im Neuen Testament die Rede ist, gilt als die erste Christin in Europa. In Apostelgeschichte 16 wird von ihr berichtet: „Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus ...“
Zu jener Zeit war der Vielgottglaube Staatsreligion im Römischen Reich. Zwar ließ Rom andere Religionen zu, solange sie zusätzlich noch die römischen Götter verehrten, doch war dies für einen Christen nicht möglich. Daher bedeutete es ein beträchtliches Risiko, den christlichen Glauben anzunehmen und sich dadurch in gewisser Weise gegen den Staat zu wenden. Indem Lydia sich taufen ließ, habe sie ein hohes Maß an Entschlusskraft und Mut bewiesen, so Reinhard Kiefer.
Nachhören können Sie die Sendung – wie alle von der Neuapostolischen Kirche verantworteten Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – in unserer Mediathek.