Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete der Apostel ein Bibelwort aus Johannes 3,16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."
Erneuerung an Kirche und Mensch
Zu Beginn brachte Apostel Sargant seine Dankbarkeit für den gelungenen Umbau zum Ausdruck. In seiner Predigt machte er deutlich, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, niemanden ausschließt und nicht von äußeren Gegebenheiten abhängig ist. Gott begegne den Menschen durch seinen Sohn. Entscheidend seien Vertrauen und Glaube an Gott.
Bezirksältester Rainer Stumpf griff in seinem Predigtbeitrag das Bild einer „frisch renovierten Kirchengemeinde“ auf. Die Erneuerung beschränke sich nicht auf das Kirchengebäude: Auch am inneren Menschen arbeite Gott. Am Beispiel verliebter Menschen verdeutlichte er, wie Liebe einen Menschen verändern könne.
Eine Instrumentalgruppe der Gemeinde gestaltete den Gottesdienst musikalisch, die neue Pfeifenorgel begleitete den Gemeindegesang.
Ökumenische Gastfreundschaft während der Bauzeit
Während der Renovierung fanden die Gottesdienste im evangelischen Gemeindehaus statt. Nach dem Gottesdienst dankte Apostel Sargant für diese Möglichkeit. Die evangelische Pfarrerin Dr. Regine Kellermann erwiderte den Dank und bezeichnete die Kirchengemeinde als unkomplizierte und angenehme Mieter. Für die Zukunft wünschte sie der neuapostolischen Gemeinde Gottes Segen.
Auch Harburgs Bürgermeister Christoph Schmidt richtete ein Grußwort an die Kirchengemeinde. Er bezeichnete das Kirchengebäude als Ort der Begegnung und erinnerte an den letzten Gottesdienst vor Beginn des Umbaus am 5. Januar 2025: Schon damals habe er eine voll besetzte Kirche erlebt, ebenso nun beim Wiederbezug.
Apostel Sargant dankte zudem den Nachbarn für ihre Geduld während der Bauzeit, den Gemeindemitgliedern für ihre Opferbereitschaft und Mitarbeit sowie den beteiligten Architekten und Handwerkern. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem Imbiss im Foyer eingeladen.
Kirche umfassend erneuert
Die Geschichte der neuapostolischen Gemeinde in Harburg reicht bis ins Jahr 1946 zurück. 1949 wurde sie eigenständig, ehe 1978 das Kirchengebäude in der Mündlinger Straße eingeweiht wurde. 2019 schlossen sich die Kirchengemeinden Harburg und Donauwörth zusammen. Heute zählt die Kirchengemeinde 107 Mitglieder.
In den vergangenen zwei Jahren wurde das Kirchengebäude umfassend erneuert. Neben der Neugestaltung des Gottesdienstraums entstanden flexibel nutzbare Bereiche. Ein Aufzug verbindet Erd- und Obergeschoss und ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Auch energetisch wurde das Gebäude unter anderem durch die Dämmung von Außenwänden und Dach sowie neue Fenster verbessert. Brandschutz und Rettungswege wurden an heutige Anforderungen angepasst. Mit dem Wiederbezug stehen der Kirchengemeinde die modernisierten Räume nun wieder für Gottesdienste und Begegnungen zur Verfügung.
Fotos: Karl Mölle