Am Musikprojekt waren 180 Sänger und Musiker beteiligt: etwa 120 Chorstimmen und ein rund 60-köpfiges Orchester. Die musikalische Leitung hatte Dirigent Tobias Rahne. Als Gast wirkte der britische Organist und Komponist Jeffrey Howard mit.
Auftakt in ungewohnter Umgebung
Das erste Konzert führte die Musiker am Samstag in die Stadtkirche St. Moriz nach Coburg. Die Größe der Kirche und der starke Hall waren für die Sänger zunächst ungewohnt. Unsicherheit hatte im Vorfeld auch bestanden, ob genügend Besucher den Weg in die Stadtkirche finden würden. Diese Sorge erwies sich als unbegründet: Die Kirche war bis hinauf zur Empore gut besucht.
Auf dem Programm unter dem Motto „Jesus Christus – Begleiter, Erlöser, Zukunft“ stand Musik aus mehreren Jahrhunderten. Neben Werken von Bach, Mozart, Mendelssohn Bartholdy und Reger erklangen auch Lieder zeitgenössischer Komponisten. Dazu gehörten sowohl vertraute Lieder aus dem neuapostolischen Musikrepertoire wie „Halleluja“ oder „Singet dem Herrn ein neues Lied“ als auch Stücke in neuen Arrangements wie „A mighty Fortress“ oder „Crown him with many crowns“.
Kraftvolle Bläser, feine Streicherklänge und ein ausgewogener Chorklang verbanden sich zu einem vollen Klangbild. Mal füllte die Musik den gesamten Kirchenraum, mal bestimmten ruhige Passagen die Atmosphäre.
Die Erfahrungen aus Coburg konnten die Musiker am Sonntag beim zweiten Konzert in Heilbronn-Pfühl nutzen. In vertrauter Umgebung und vor heimischem Publikum fand das Ensemble noch sicherer zusammen. Chor und Orchester überzeugten im Zusammenspiel und begeisterten die Zuhörer. Am Ende erhoben sich die Zuhörer von ihren Plätzen und dankten den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations.
Musikalischer Gast aus Großbritannien
Für beide Konzerte war Jeffrey Howard aus Großbritannien angereist. Der Organist, Komponist und Dirigent hatte für zwei der aufgeführten Lieder die Arrangements geschrieben. Bei den Konzerten begleitete er die Musiker an der Orgel und spielte zudem ein weiteres Orgelstück.
Auch für Jeffrey Howard hatte das Wochenende eine besondere Bedeutung. Bei den letzten Proben vor dem Konzert betonte er, wie sehr er es schätze, diese Musik gemeinsam mit gläubigen Menschen aufzuführen. Dadurch werde die Musik für ihn zu mehr als einem Konzertprogramm: zu einem Lobgesang an Gott.
Jeffrey Howard ist professioneller Konzertorganist und Begleiter. Seine musikalische Tätigkeit führte ihn unter anderem in die Royal Albert Hall in London, die St Paul's Cathedral und Notre-Dame de Paris, zudem arbeitet er mit renommierten Orchestern und Chören zusammen.
Fortsetzung geplant
Auch beim dritten Musikprojekt wurde wieder die Idee sichtbar, die seit Beginn dahinter steht: Musikbegeisterte aus weit auseinanderliegenden Gemeinden zusammenzubringen und über den ganzen Apostelbereich hinweg Gemeinschaft zu schaffen.
Eine Fortsetzung ist bereits geplant: 2028 soll das nächste Musikprojekt im Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg stattfinden.
Fotos: Peter Zumpf (Coburg), Thomas Rupik (Heilbronn)