In zahlreichen Städten und Gemeinden Deutschlands bringen Räte der Religionen unterschiedliche Glaubensgemeinschaften miteinander ins Gespräch. Sie fördern Begegnung und interreligiöse Bildung und bringen religiöse Perspektiven in gesellschaftliche Debatten ein. Der Rat der Religionen Stuttgart setzt sich insbesondere für Dialog, Religionsfreiheit und ein friedliches Miteinander ein.
Auch die Neuapostolische Kirche Stuttgart gehört dem Rat an. Als Delegierte vertreten Apostel Jürgen Loy und Bezirksevangelist i. R. Manfred Keim die Neuapostolische Kirche in dem interreligiösen Gremium.
Religion in einer vielfältigen Gesellschaft
Bei der Jahrestagung beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, welche Rolle Religion in einer zunehmend pluralen Gesellschaft einnimmt. Das Motto „Religion – Bedrohung oder bedroht?“ griff dabei unterschiedliche Perspektiven auf Religion, Religionsfreiheit und das gesellschaftliche Zusammenleben auf.
Stuttgart bot dafür einen passenden Rahmen: Menschen aus zahlreichen Nationen und Religionsgemeinschaften prägen die baden-württembergische Landeshauptstadt. Auch der Rat der Religionen Stuttgart spiegelt diese Vielfalt wider.
Gemeinsames Gebet für den Frieden
Ein besonderes Zeichen setzte am Sonntagabend ein Friedensgebet im Musikpavillon auf dem Schlossplatz. Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften kamen dort zusammen, um gemeinsam für den Frieden zu beten.
Anschließend fand im Weißen Saal des Neuen Schlosses ein Empfang statt. Das Miteinander der Religionen wurde dort auch musikalisch erlebbar. Die Neuapostolische Kirche beteiligte sich mit rund 15 Sängerinnen und Sängern, darunter drei Kinder, an dem Musikprojekt. Gemeinsam mit Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften gestalteten sie den Empfang musikalisch und machten so den Gedanken des Dialogs auf besondere Weise hör- und erlebbar.
Dialog verbindet
Die 9. Jahrestagung zeigte, wie wichtig der kontinuierliche Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften ist. Unterschiedliche Traditionen und Glaubensüberzeugungen kamen miteinander ins Gespräch und wurden zugleich durch das gemeinsame Gebet und die Musik miteinander verbunden.
So setzte das Wochenende mitten in Stuttgart ein sichtbares und hörbares Zeichen: für Begegnung über Religionsgrenzen hinweg, für gegenseitigen Respekt und für den gemeinsamen Einsatz für Frieden.
Fotos: NAK Süd, Frederik Buß