28.10.2026

Die Hoffnung weist über den Tod hinaus

Alle Meldungen anzeigen

Für Christen ist das Gedenken an die Toten ein wichtiger Teil des Glaubenslebens. Vor allem der Monat November steht in der Kirchengeschichte seit Jahrhunderten im Zeichen des Gedenkens.

Das Totengedenken ist mit einer Hoffnung verbunden, die über den Tod hinausweist: Auferstehung und ewiges Leben. „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, sagt Jesus im Johannesevangelium (Joh 11,25). Die Hoffnung auf das ewige Leben leugnet weder Trauer noch Abschied. Aber sie hält daran fest, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Novembergrau

Der November ist ein Monat, der uns die Vergänglichkeit des Lebens in besonderer Weise vor Augen führt. Die Tage werden kürzer, das Licht nimmt ab, die Bäume verlieren ihr Laub. Die Natur ist auf dem Rückzug, man richtet seinen Blick lieber auf Advent und die Weihnachtszeit mit ihren fröhlichen Feiertagen und ihrer Besinnlichkeit. Novembergrau – das ist eine meteorologische Erscheinung, man braucht ja lediglich nach draußen zu blicken, um diese typische Farbe wahrzunehmen. Novembergrau lenkt aber auch den Blick auf Themen, die im Alltag häufig in den Hintergrund treten: Tod, Abschied und Erinnerung.

Feiertage trotz Tristesse

Nicht zufällig ist der November von besonderen Gedenktagen geprägt: Katholische Christen feiern Allerheiligen und Allerseelen, der Volkstrauertag und der Totensonntag geben in den meisten Kirchen dem Erinnern einen festen Platz im Kalender. Viele Menschen besuchen Friedhöfe, schmücken Gräber und entzünden Kerzen. Solche Rituale sind keineswegs bloße Tradition, sondern haben seelsorgerliche Bedeutung: Sie helfen, den Verlust eines Menschen auszuhalten und die Erinnerung an ihn wachzuhalten. Der christliche Glaube beschönigt den Tod nicht und erklärt die Trauer auch nicht für überflüssig. Aber er verbindet das Gedenken an die Verstorbenen mit der Hoffnung auf Auferstehung. Der Tod wird damit nicht geleugnet, aber auch nicht als letzte Wirklichkeit verstanden: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“.

Gottesdienst für Verstorbene

Neuapostolische Christen feiern im November einen der drei jährlich angesetzten Gottesdienste für Verstorbene, in dem sie nicht nur an ihre Verstorbenen denken, sondern auch an alle, die in der jenseitigen Welt nach Gott und dem von ihm verheißenen Heil suchen. Dabei werden die drei neuapostolischen Sakramente – die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl – stellvertretend für Verstorbene an zwei lebenden Geistlichen vollzogen.

Den nächsten Gottesdienst für Verstorbene feiert Stammapostel Helge Mutschler am Sonntag, 1. November 2026, um 10 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen. Der Gottesdienst wird deutschlandweit übertragen.

Kontakt

Bitte füllen Sie das Feld aus
Bitte füllen Sie das Feld aus
Bitte füllen Sie das Feld aus

* Pflichtfeld

Nachricht senden

Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Wir werden Ihre Anfrage in Kürze bearbeiten und uns bei Ihnen unter den angegebenen Kontaktdaten melden.

Ihr Kommunikationsteam der
Neuapostolischen Kirche Süddeutschland K.d.ö.R.