Frieden beginnt im Herzen
Was bedeutet echter Frieden? Dieser Frage ging Bezirksvorsteher Lothar Heim in seiner Predigt nach. Grundlage war das Bibelwort aus Kolosser 3,15: „Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.“
Dabei machte er deutlich, dass der Friede Christi ein Geschenk Gottes ist, das Menschen dazu befähigt, versöhnlich, verständnisvoll und liebevoll miteinander umzugehen. Zugleich ermutigt er dazu, Verantwortung zu übernehmen und Frieden dort zu stiften, wo Menschen einander begegnen.
Demut, Geduld und Sanftmut seien dabei wichtige Wegbegleiter. Wer sich von der Liebe Christi prägen lasse, könne dazu beitragen, dass Frieden nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern im Alltag erfahrbar wird.
Zu einem Predigtbeitrag wurde Priester Mark Nixdorf (Stellvertretender Gemeindevorsteher der Kirchengemeinde Gernsbach) gerufen.
Ein bewusstes Bekenntnis
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die Aufnahme von drei Erwachsenen in die Neuapostolische Kirche.
Aufgenommen werden Menschen, die bereits christlich getauft sind und ihren Glaubensweg künftig in der Neuapostolischen Kirche fortsetzen möchten. Ihr gehen Gespräche und eine Zeit der Vorbereitung voraus, in denen sie sich mit Lehre, Glaubensleben und Auftrag der Kirche vertraut machen. Im Aufnahmegottesdienst legen sie schließlich ein persönliches Glaubensbekenntnis ab.
Dazu richtet der Amtsträger folgende Fragen an die Aufzunehmenden:
„Nun frage ich Sie vor Gott und der Gemeinde: Bekennen Sie sich zum neuapostolischen Glauben, wollen Sie Jesus Christus nachfolgen und sich auf den Empfang der Gabe des Heiligen Geistes durch das Wort Gottes vorbereiten lassen? Dann geloben Sie dies mit einem Ja.“
Mit ihrem klaren Ja bekannten sich die drei Christen zum neuapostolischen Glauben und zur Nachfolge Jesu Christi. Zugleich erklärten sie ihre Bereitschaft, sich auf die Heilige Versiegelung vorzubereiten. In diesem Sakrament wird der Heilige Geist durch Handauflegung und Gebet eines Apostels gespendet. Nach neuapostolischem Verständnis vollendet die Heilige Versiegelung die Wiedergeburt aus Wasser und Geist und führt zur vollen Zugehörigkeit zur Neuapostolischen Kirche.
Für die bekennenden Christen markierte die Aufnahme einen wichtigen Schritt auf dem Weg des Glaubens. Zugleich wurde sichtbar, dass Menschen sich auch heute bewusst dafür entscheiden, Jesus Christus nachzufolgen und ihr Leben an seinem Evangelium auszurichten.
Wegweisung für den weiteren Glaubensweg
Bezirksvorsteher Heim erinnerte daran, dass Glaubensbekenntnis, Nachfolge und die Vorbereitung auf das Wirken des Heiligen Geistes keine einmaligen Entscheidungen sind. Sie begleiten Christen ein Leben lang und prägen das Miteinander in der Gemeinde.
Als persönliche Wegweisung für ihren weiteren Glaubensweg gab er den Neuaufgenommenen ein Bibelwort aus 2. Petrus 1,16–19 mit auf den Weg. Petrus erinnert daran, dass der Glaube an Jesus Christus nicht auf Geschichten oder menschlichen Vorstellungen beruht, sondern auf dem persönlichen Zeugnis der Apostel. Darum dürfen Christen fest auf Gottes Wort vertrauen. Es schenkt Orientierung wie ein Licht in der Dunkelheit.
Fotos: NAK Süd