Gestaltungsspielraum verantwortungsvoll nutzen
Mit einem Impuls aus dem ersten Korintherbrief eröffnete Bezirksapostel Martin Rheinberger die Landesversammlung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Vor den anwesenden Aposteln, Bischöfen und Bezirksvorstehern stellte er das Bibelwort aus 1. Korinther 11,34 in den Mittelpunkt seiner Gedanken: „Alles andere will ich ordnen, wenn ich komme.“
Ausgehend von diesem Vers machte der Bezirksapostel deutlich, dass die Kirche auf verlässlichen Grundlagen steht. Die Heilige Schrift, der Katechismus sowie Richtlinien und Regelungen der Kirchenleitung geben Orientierung und schaffen einen verbindlichen Rahmen für das kirchliche Leben.
Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich nicht jede Situation des Gemeindelebens durch Vorgaben und Regelungen festlegen lasse. Vielmehr seien die Verantwortlichen vor Ort gefordert, gemeinsam zu beraten, sorgfältig abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, die den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten gerecht werden. Dabei gehe es nicht darum, bestehende Grundlagen infrage zu stellen, sondern die bewusst eingeräumten Gestaltungsspielräume verantwortungsvoll zu nutzen.
Darüber hinaus wurden verschiedene Aspekte der Konzeption „Gemeinde mit Zukunft“ behandelt. Der Bezirksapostel griff damit Themen auf, die bereits am Vortag in der Apostelversammlung beraten worden waren.
Satzungsgemäße Beschlüsse gefasst
Die Landesversammlung ist ein offizielles Beratungs- und Beschlussgremium der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Ihr gehören die Mitglieder des Landesvorstands sowie die Bezirksvorsteher des Kirchengebiets an. Den Vorsitz führt der Bezirksapostel als Kirchenpräsident der Gebietskirche Süddeutschland.
Neben inhaltlichen Beratungen standen auch die satzungsgemäßen Aufgaben auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer genehmigten den Jahresabschluss 2025 und entlasteten den Landesvorstand. Darüber hinaus befassten sie sich mit der Haushaltsplanung für das Jahr 2027 und wählten die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Gottesdienste in rund 40 Gemeinden
Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen reisten die Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher in unterschiedliche Kirchengemeinden Süddeutschlands, wo sie die Gottesdienste hielten. Aufgrund der zentralen Lage und günstigen Verkehrsanbindung Heilbronns waren die Amtsträger in drei Apostelbereichen und acht Kirchenbezirken unterwegs. Insgesamt hielten sie Gottesdienste in rund 40 Gemeinden.
Mit den Gottesdiensten in den Gemeinden fand ein Wochenende seinen Abschluss, das von Beratung, gemeinsamer Verantwortung und dem Blick auf die zukünftige Entwicklung der Kirche geprägt war.
Fotos: Klaus Keck