31.08.2026

Gottesdienst mit dem Stammapostel: Mit Tränen säen, mit Freuden ernten

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Am Sonntag, 30. August 2026, besuchte Stammapostel Helge Mutschler die Kirchengemeinde Reutlingen und feierte mit den Gläubigen des Bezirks einen bewegenden Gottesdienst. Der Gottesdienst wurde auch in den benachbarten Kirchenbezirk Albstadt/Tübingen übertragen.

  • Stammapostel Helge Mutschler am Altar in Reutlingen
    < Stammapostel Helge Mutschler am Altar in Reutlingen >
  • Die Kinder des Kinderchors Muki begrüßten den Stammapostel und seine Begleiter.
    < Die Kinder des Kinderchors Muki begrüßten den Stammapostel und seine Begleiter. >
  • Der Stammapostel freute sich über eine traditionelle Reutlinger Mutschel.
    < Der Stammapostel freute sich über eine traditionelle Reutlinger Mutschel. >
  • Große Freude bei den Gläubigen in der Kirche in Reutlingen
    < Große Freude bei den Gläubigen in der Kirche in Reutlingen >
  • Ein gemischter Chor aus dem gesamten Kirchenbezirk Reutlingen erfreute die Zuhörer.
    < Ein gemischter Chor aus dem gesamten Kirchenbezirk Reutlingen erfreute die Zuhörer. >
  • Bezirksapostel Kububa Soko aus Sambia mit seinem Übersetzer am Altar
    < Bezirksapostel Kububa Soko aus Sambia mit seinem Übersetzer am Altar >
  • Apostel Mike Dietel bei seinem Predigtbeitrag am Altar
    < Apostel Mike Dietel bei seinem Predigtbeitrag am Altar >
  • Drei Flügel- und Orgelspieler umrahmten den Gottesdienst musikalisch.
    < Drei Flügel- und Orgelspieler umrahmten den Gottesdienst musikalisch. >
  • Vor der Feier des Heiligen Abendmahls für Entschlafene gab es einen bewegenden musikalischen Beitrag.
    < Vor der Feier des Heiligen Abendmahls für Entschlafene gab es einen bewegenden musikalischen Beitrag. >

Begleitet wurde der Stammapostel von Bezirksapostel Martin Rheinberger sowie den süddeutschen Aposteln und Bischöfen. Auch drei Gastapostel hatte der Stammapostel eingeladen: Bezirksapostel Kububa Soko aus Sambia sowie die Apostel Helmut Kasper und Mike Dietel aus Nord- und Ostdeutschland.

Mit einem fröhlichen Lied erfreuten die Kinder des Kinderchors "Muki" den Stammapostel und seine Begleiter zur Begrüßung im Kirchenfoyer. Die Kinder überreichten dem Stammapostel als Geschenk noch eine Muschel, ein traditionelles Reutlinger Hefegebäck.

Gott sieht die Tränen der Menschen

Für den Gottesdienst hatte der Stammapostel das Bibelwort aus Psalm 126, Verse 5 und 6 ausgesucht: „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.“ Der Stammapostel verband dieses Bibelwort in seiner Predigt mit der beginnenden Erntezeit und zeigte auf, dass Ernten und Säen, Freude und Mühe, Hoffnung und Schmerz oft eng verbunden sind.

Ausgehend von der Rückkehr des Volkes Israel aus der babylonischen Gefangenschaft erinnerte er daran, dass große Hoffnungen nicht immer sofort in Erfüllung gehen. Die Heimkehr nach Jerusalem führte zunächst nicht zu Freude, sondern zu der schmerzlichen Erkenntnis, dass die Heimat zerstört war. Dennoch blieb die feste Zusage Gottes bestehen: Wer trotz Tränen und Schwierigkeiten weiter aussät, darf auf eine zukünftige Ernte hoffen.

Besonders bewegend sprach der Stammapostel über Trauer und Tränen. Weinen sei kein Zeichen von Schwäche, sondern gehöre zum menschlichen Leben. Gott sehe die Tränen der Menschen und begleite sie auf ihren Wegen. Der Stammapostel verwies auch auf Jesus, der über den Tod seines Freundes Lazarus weinte und damit sein tiefes Mitgefühl und seine Trauer zeigte. Der Herr kenne die Sorgen und Schmerzen der Menschen und sei ihnen gerade in schweren Zeiten nahe.

Gott vergisst keine gute Tat

Zugleich richtete der Stammapostel in seiner Predigt den Blick auf das Erlösungswerk Jesu Christi. Sein Leiden, Sterben und Auferstehen sei die größte Aussaat der Geschichte gewesen. Aus dieser Aussaat sei die Hoffnung auf neues Leben und die Auferstehung hervorgegangen. Deshalb dürfen Christen auch in schwierigen Lebenssituationen darauf vertrauen, dass Gott aus Leid und Mühe Segen entstehen lässt. Abschließend ermutigte der Stammapostel die Gläubigen, weiterhin die gute Saat des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung auszustreuen, in den Familien, in der Gemeinde, im täglichen Miteinander. Oft sei die Frucht des eigenen Handelns zwar nicht sofort sichtbar, doch Gott vergesse keine gute Tat. Mit diesem Vertrauen könnten Christen ihren Weg gehen und auf die Wiederkunft Christi und die vollkommene Freude bei Gott hoffen. „Bitte säht weiter aus“, bat der Stammapostel die ganze große Gemeinde.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor aus dem gesamten Kirchenbezirk Reutlingen, dem Kinderchor "Muki" und einem Jugendchor umrahmt. In wechselnder Begleitung von drei Orgel- und Flügelspielern wurden so besondere atmosphärische Akzente gesetzt.

Zu Predigtbeiträgen wurden zwei Gastapostel gerufen: Bezirksapostel Kububa Soko und Apostel Mike Dietel, die beide eindrücklich die Botschaften des Stammapostels unterstrichen.  

Kleine Taten können große Wirkung entfalten

In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl zeigte der Stammapostel einfühlsam auf, dass es schwierige Situationen, Missbrauchsfälle und Traumatisierungen geben, in denen Vergebung kaum oder gar nicht möglich erscheine. Es gebe aber auch viele andere Fälle, in denen Vergebung trotz Schmerz und Tränen gelingen könne. Er ermutigt die Glaubensgeschwister, das „Samenkorn der Vergebung“ auszustreuen, denn schon kleine Taten der Liebe oder Vergebung könnten große Wirkung entfalten und Freude hervorbringen. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls in der Gemeinde und einem musikalischen Vortrag legte der Stammapostel das Abendmahl für die Entschlafenen in die Hände von Apostel Jürgen Loy und Bischof Matthias Grauer.

Mit einem innigen Schlussgebet endete der Gottesdienst. Der große gemischte Chor des Bezirks setzte den Schlusspunkt mit der Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Fotos: Christoph Wagner

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