Die süddeutschen Apostel und Bischöfe begleiteten den Bezirksapostel zum Gottesdienst am Mittwochabend, 17. Juni 2026, nach Bönnigheim (Kirchenbezirk Heilbronn) – in die Heimatgemeinde des künftigen Bezirksapostels Martin Rheinberger. Auch mehrere Apostel im Ruhestand feierten den Gottesdienst mit.
Wie mehrfach berichtet, wird Bezirksapostel Ehrich am nächsten Sonntag in Karlsruhe von Stammapostel Helge Mutschler in den Ruhestand versetzt. Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger wird dann als Nachfolger beauftragt.
Dem Gottesdienst lag das bekannte Bibelwort aus Johannes 14, Vers 3 zugrunde: „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“
Perspektiven über das irdische Leben hinaus
Der Bezirksapostel wies zu Beginn darauf hin, dass noch nie ein Bezirksapostel die Gemeinde Bönnigheim besucht habe. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, er schätze, dass sich das in den kommenden Jahren ändern werde - man müsse den neuen Bezirksapostel einfach einladen.
In seiner Predigt betonte der Bezirksapostel die Wichtigkeit des Gottesdienstes. Dieser werde häufig unterschätzt, sei jedoch ein zentraler Ort, an dem das Evangelium verkündigt und der Glaube gestärkt werde. Wer das Wort Gottes im Glauben aufnehme, erfahre eine innere Kraft, die weit über den Moment hinauswirke. Er führte der Gemeinde die Bedeutung des Glaubens im Alltag vor Augen: Glaube sei nicht nur etwas, das man höre – er müsse aktiv gelebt werden. Entscheidend sei es, Glaubenserfahrungen zu machen. Gerade in schwierigen Situationen solle man sich bewusst auf Gott verlassen, auch wenn der weitere Weg unklar erscheine. Durch dieses Vertrauen könne der Glaube wachsen und gefestigt werden.
Bezugnehmend auf das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium erläuterte der Bezirksapostel, dass die Verheißung Jesu „Ich werde wiederkommen und euch zu mir nehmen“ den Kern des christlichen Glaubens bilde. Sie eröffne eine Perspektive über das irdische Leben hinaus und verspreche eine endgültige Gemeinschaft mit Gott. Diese Erwartung habe aber Konsequenzen für das Leben: Wer an die Wiederkunft Christi glaube, solle sein Leben danach ausrichten. Dazu gehöre eine enge Beziehung zu Jesus Christus, gelebter Glaube im Alltag sowie die Bereitschaft, Gottes Gebote aus Liebe zu halten. Diese Liebe solle sich besonders im Umgang miteinander zeigen: Gegenseitiger Respekt und Verständnis seien sichtbare Zeichen eines lebendigen Glaubens.
Abschließend betonte der Bezirksapostel die Wichtigkeit, fest und unerschütterlich im Glauben bleiben. Die Mühe und das Engagement im Glauben seien nicht vergeblich, sondern es stehe die feste Zuversicht, am Tag des Herrn angenommen zu werden aus Gnaden.
Glaube und Vertrauen gehören eng zusammen
Zu einem Predigtbeitrag wurde Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger gerufen. Er betonte, dass der Glaube gemeinsam bewahrt werden müsse. Jeder trage Verantwortung – für sich selbst, die Familie und die Gemeinde. Glaube und Vertrauen gehörten dabei eng zusammen, insbesondere das Vertrauen auf die Wiederkunft Jesu Christi. Doch wichtig sei es, nicht nur auf die Wiederkunft zu warten, sondern sich heute schon in den Dienst Jesu zu stellen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde zur Freude der Glaubensgeschwister ein Diakon für die Gemeinde Bönnigheim ordiniert. Danach endete der besondere Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
Schwungvoll trug der gemischte Chor, der den Gottesdienst musikalisch schön umrahmt hatte, zum Abschied noch das Lied „Singt ein Lied von Gott“ vor.
Fotos: Antje Arnold