Der feierliche Gottesdienst fand in Kapstadt (Südafrika) statt. Etwa 4000 Gläubige versammelten sich im weltweit größten neuapostolischen Kirchengebäude. Zudem wurde der Gottesdienst in zahlreiche Kirchengemeinden weltweit übertragen, sodass viele der rund neun Millionen neuapostolischer Christen die Ordination des Stammapostels live mitverfolgen konnten.
Süddeutsche Wurzeln
Der neue Stammapostel Helge Mutschler stammt aus Süddeutschland. Er wurde am 8. August 1974 in Tübingen geboren und wuchs in Freudenstadt im Schwarzwald auf. Im Alter von 20 Jahren erhielt er durch Bezirksapostel Karl Kühnle seinen ersten Amtsauftrag als Unterdiakon in seiner Heimatgemeinde.
Kurz darauf zog er zum Jurastudium nach Hannover, wo er später als Rechtsanwalt arbeitete und promovierte. Zuletzt arbeitete er als Geschäftsführer der Steuerberaterkammer Niedersachsen. Parallel dazu engagierte er sich ehrenamtlich in der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland, unter anderem als Gemeinde- und Bezirksvorsteher.
Mit seiner Ordination zum Apostel im November 2015 wechselte er schließlich in den hauptamtlichen Dienst der Neuapostolischen Kirche. Sechs Jahrs später, im Jahr 2021, wurde Helge Mutschler zum Bezirksapostelhelfer für die Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland ernannt.
An Pfingsten 2025 folgte die Ernennung zum Stammapostelhelfer. In einem Interview außerte Helge Mutzschler dazu: „Für mich habe ich innerlich sofort gespürt: Diese Sache ist riesengroß.“ Stammapostel Jean-Luc Schneider sicherte ihm bei seiner Ernennung zugleich zu: „Mit dieser Ernennung verpflichte ich mich, dir zu helfen, dich vorzubereiten, unser Stammapostel zu werden.“
Ein Jahr später, an Pfingsten 2026, war der Zeitpunkt gekommen: Stammapostel Jean-Luc Schneider ordinierte Helge Mutschler zum neuen Stammapostel.
Der alten Heimat verbunden
Seiner süddeutschen Heimat fühlt sich Helge Mutschler weiterhin eng verbunden. So nahm er 2017 als Gastapostel am süddeutschen Jugendtag in Stuttgart teil. Auch seine Heimatgemeinde besucht er immer wieder – zuletzt im Januar 2026.
Fotos: NAK International, NAK Süddeutschland