21.05.2026

An Pfingsten bewegt Gottes Geist die Welt

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Weihnachten erinnert daran, dass Gott der Vater seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Ostern feiert die Auferstehung Jesu Christi. Pfingsten schließlich ist das Fest des Heiligen Geistes. So zeigt das Kirchenjahr den Glauben an den dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gott ist mit seinem Geist bei den Gläubigen.

Das erste Pfingstfest

Die Bibel berichtet in der Apostelgeschichte vom ersten Pfingsten. Fünfzig Tage nach Ostern waren die Jünger Jesu in Jerusalem versammelt. Plötzlich erfüllte ein gewaltiges Brausen das Haus, in dem die Gläubigen zusammenkamen. Feuerzungen erschienen über ihnen, und sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Die Menschen begannen, in verschiedenen Sprachen zu sprechen. Jerusalem war damals voll von Pilgern aus vielen Ländern. Erstaunt hörten sie die Botschaft Gottes jeweils in ihrer eigenen Sprache. Apostel Petrus erklärte den Menschen das Geschehen: Jesus Christus, der gekreuzigt wurde, ist auferstanden und lebt. Viele kamen dadurch zum Glauben.

Was bedeutet Pfingsten heute?

Pfingsten erinnert daran, dass Gottes Geist auch heute unter den Menschen wirkt. Dennoch ist Pfingsten für viele Menschen schwieriger zu verstehen als Weihnachten oder Ostern. An Weihnachten und Ostern hat sich Brauchtum erhalten wie Tannenbaum oder Eiersuche, die Gottesdienste werden auch von Menschen besucht, die der Kirche fernstehen. Oft werden diese Feiertage vor allem für Ausflüge oder Familienbesuche genutzt. Dabei steckt auch hinter Pfingsten eine wichtige Botschaft: Gott ist bei den Menschen durch seinen Heiligen Geist.

Brauchtum rund um Pfingsten

Im Gegensatz zu Weihnachten oder Ostern gibt es nur wenige bekannte Pfingstbräuche. In manchen katholisch oder bäuerlich geprägten Regionen finden Flurumritte oder Bittprozessionen statt, bei denen um Gottes Segen für die Ernte gebetet wird. Ein bekanntes Symbol ist gesellschaftlich die Taube. Sie erinnert an den Heiligen Geist, der nach den Berichten der Evangelien bei der Taufe Jesu „wie eine Taube“ auf ihn herabkam (Mt 3,16). Besonders eindrucksvoll war früher in katholischen Gegenden der Pfingstbrauch des „Heilig-Geist-Lochs“ – einer Öffnung in der Kirchendecke. Während des Pfingstgottesdienstes wurde durch diese Öffnung eine geschnitzte oder aus Holz gefertigte Taube in den Kirchenraum herabgelassen – als sichtbares Zeichen für das Kommen des Heiligen Geistes auf die Gemeinde.

Pfingsten und das Trinitatisfest

Pfingsten ist eng mit dem Trinitatis- oder Dreieinigkeitsfest verbunden. Erst durch die Sendung des Heiligen Geistes wird die Offenbarung des dreieinigen Gottes vollständig spürbar: An Weihnachten wird Gott als Vater sichtbar, der den Sohn in die Welt sendet, an Ostern begegnet die Kirche Jesus Christus, dem auferstandenen Sohn Gottes und an Pfingsten wird der Heilige Geist erfahrbar. Darum feiert die Kirche am Sonntag nach Pfingsten das Trinitatisfest – das Fest der Dreieinigkeit Gottes. Die Gemeinde bekennt: Gott ist der eine Gott in Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Stammapostel Jean-Luc Schneider, das geistliche Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, feiert den Pfingstgottesdienst am Sonntag, 24. Mai 2026, um 10 Uhr in der Kirche in Kapstadt / Südafrika. Von dort aus wird der Gottesdienst weltweit als Livestream in die Kirchengemeinden übertragen.

Foto: Adobe Stock

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