Begleitet wurde der Stammapostel von Bezirksapostel Michael Ehrich, Apostel Wladimir Lasarew (Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland), Apostel Rolf Camenzind (Gebietskirche Schweiz) sowie allen süddeutschen Aposteln und Bischöfen.
Bibelwort zu Leiden und Verherrlichung Jesu Christi
Als Grundlage für die Predigt wählte der Stammapostel ein Bibelwort aus Johannes 12, 27.28: „Jetzt ist meine Seele voll Unruhe. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.“
Der Stammapostel brachte den Gottesdienstteilnehmern den Zwiespalt des Herrn Jesu nahe: Dieses Wort enthalte sowohl traurige Worte, gleichzeitig aber auch eine wunderbare Beschreibung der Liebe Gottes. Denn einerseits wusste Jesus, was mit seinem Opfertod auf ihn zukommen würde und hatte furchtbare Angst davor. Da sei es nur natürlich, wenn der Gedanke aufkomme: „Könntest du mir das nicht ersparen?“ Andererseits wusste Jesus auch, dass genau dieser Weg sein Auftrag war und er sich dafür entschieden hatte, diesen Weg zu gehen.
Daher war seine Bitte an Gott: „Verherrliche deinen Namen.“ Jesus sagte durch diese Bitte: „Ich nehme deinen Weg an und bringe das Opfer. Bitte Gott, zeige uns dein Wesen, deine Allmacht und deine Liebe. Lass die Menschen durch mich erfahren und erkennen, wer du bist.“
Was bedeutet dies für uns Christen?
Der Stammapostel bezog im Anschluss das Bibelwort auf den konkreten Alltag der Christen: Auch bei uns Menschen komme immer mal wieder die Frage auf: „Lieber Gott, muss das sein? Warum? Und warum ich?“
Es gebe keine Antwort oder Erklärung auf diese Frage. Wir können Gott nur Vertrauen schenken. Wir seien Gotteskinder und hätten einen Auftrag zu erfüllen. Jetzt. In diesen Tagen. Gerade jetzt und in diesen Umständen.
Jesus ist größer als unsere Unterschiede
Der Stammapostel fragte: Und was können wir ganz konkret tun, um unseren Auftrag zu erfüllen und Gott zu verherrlichen? Wir als Christen sollen dem lieben Gott treu bleiben, egal, was passiert. Durch diese Unerschütterlichkeit unserer Beziehung zu Gott, können wir Gottes Größe zeigen.
Der Stammapostel rief die neuapostolischen Christen dazu auf, eins zu sein. Eine Gemeinde bestehe aus vielen verschiedenen Menschen, die vielleicht gar nichts gemeinsam haben. Aber trotzdem können sie eins in Christus sein. Denn: Jesus sei größer als unsere Unterschiede.
Ergänzt wurde die Predigt des Stammapostels durch Predigtbeiträge von Apostel Wladimir Lasarew (Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland) sowie Apostel Rolf Camenzind (Gebietskirche Schweiz).
Ein neuer Apostel für den Arbeitsbereich Karlsruhe
Da Apostel Martin Rheinberger als designierter Nachfolger von Bezirksapostel Michael Ehrich feststeht, benötigte sein bisheriger Apostelbereich einen Nachfolger. Der Stammapostel ordinierte am Ende des Gottesdienstes Evangelist Daniel Habich aus dem Kirchenbezirk Bretten/Bruchsal zum neuen Apostel des Apostelbereichs Karlsruhe.
Der Kirchenbezirk Kirchheim/Teck berichtet auf seiner Webseite ebenfalls ausführlich über den Besuch des Stammapostels und den Gottesdienst.
Fotos: Petra Deissenrieder, Philipp Weißenhorner