09.02.2026

Auszeichnung für Kirchengebäude in Oberndorf

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Das Kirchengebäude der neuapostolischen Kirchengemeinde Oberndorf ist beim Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Landkreis Rottweil 2016–2025“ prämiert worden.

  • 21 Preisträger erhielten jeweils eine Plakette für ihr gelungenes Projekt.
    < 21 Preisträger erhielten jeweils eine Plakette für ihr gelungenes Projekt. >
  • Das Kirchengebäude in Oberndorf wurde ausgezeichnet.
    < Das Kirchengebäude in Oberndorf wurde ausgezeichnet. >
  • Die Architektinnen Cornelia Moog (Bildmitte) und Katrin Klenk (vierte von rechts) aus dem VDZ mit weiteren Preisträgern
    < Die Architektinnen Cornelia Moog (Bildmitte) und Katrin Klenk (vierte von rechts) aus dem VDZ mit weiteren Preisträgern >
  • Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Preisträger gewürdigt.
    < Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Preisträger gewürdigt. >
  • Eine Wanderausstellung zeigt und beschreibt die 21 ausgezeichneten Bauten.
    < Eine Wanderausstellung zeigt und beschreibt die 21 ausgezeichneten Bauten. >
  • Die Preisträger und Gäste freuten sich über die gelungene Veranstaltung.
    < Die Preisträger und Gäste freuten sich über die gelungene Veranstaltung. >

Die Urkunden und Plaketten für die insgesamt 21 Preisträger wurden am Donnerstag, 4. Februar 2026, im Rahmen einer Feierstunde übergeben. Gleichzeitig wurde eine Wanderausstellung mit Fotos und Beschreibungen der ausgezeichneten Gebäude eröffnet.

„Wir freuen uns gemeinsam mit der Architekten-Partnerschaft Schneider aus St. Georgen über die besondere Anerkennung der Architektenkammer Baden-Württemberg für unser Kirchengebäude in Oberndorf“, so Stephan Pfäffle, Leiter der Abteilung Bau/Unterhalt des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums (VDZ) der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.

Die Auszeichnung nahmen die Architektinnen Cornelia Moog (Projektleitung) und Katrin Klenk von der Abteilung Bau/Unterhalt des VDZ in Empfang. Die Architekten-Runde wurde ergänzt durch Prof. Sabine Schneider und Dieter Schneider. Auch der Gemeindevorsteher der Kirchengemeinde Oberndorf, Hirte Thomas Rieder, und die beiden stellvertretenden Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Dornhan/Villingen-Schwenningen, Jürgen Armbruster und Dieter Winzenried, waren bei der Preisverleihung dabei.

Der in den 1950er-Jahren entstandene Kirchenbau in der Rosenfeldstraße 6 in Oberndorf war über mehrere Jahre lang umfassend saniert und umgebaut worden. Im Februar 2025 konnte das Gebäude von Apostel Martin Schnaufer wieder zum Kirchengebäude geweiht werden.

Das Auszeichnungsverfahren

Die Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ werden von der Architektenkammer Baden-Württemberg veranstaltet. Eine unabhängige Jury aus Architekten und Architekturlaien beurteilt die preiswürdigen Bauten nach Kriterien wie Gestaltung, Funktionalität, Technik und Konstruktion, Angemessenheit der Mittel sowie Einfügung in die Umgebung. Ziel des Verfahrens ist es, gut gestaltete Architektur aus allen Lebensbereichen aufzufinden und durch das gelungene Beispiel weitere Impulse für die positive Entwicklung der Baukultur zu geben.

Die Architektenkammer hat zusammen mit dem Landratsamt Rottweil im Herbst 2025 das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Landkreis Rottweil 2016–2025“ durchgeführt. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel. Zum Verfahren wurden 45 Arbeiten eingereicht. Nach zweitägigen intensiven Beratungen, Abstimmungen, Rundfahrten und Besichtigungen vergab die siebenköpfige Jury schlussendlich 21 Auszeichnungen.

Die Jurybegründung

Die Jury der Architektenkammer begründete die Auszeichnung des Kirchengebäudes Oberndorf folgendermaßen: „Nach Sanierung und Umbau strahlt der in den 1950er Jahren entstandene Kirchenbau eine neue Souveränität aus. Er wirkt zurückhaltend und dennoch präsent, wertig und offen. Mit seiner klar strukturierten Altarwand und der grafischen Holzdecke, in die Lichtelemente in symbolischer Anordnung eingebracht sind, wirkt der Kirchenraum aufgeräumt und hochwertig. Das vor die markanten, vertikalen Fensteröffnungen gehängte Metallgewebe sorgt für eine angenehm diffuse Belichtung. Die Mehrzweckräume sind in Verbindung mit dem Foyer Teil eines variablen Konzepts, das viele Nutzungsmöglichkeiten bietet. Die Lösungen für das durchdachte Raumprogramm und die neue Ästhetik – innen wie außen – konnten unter Erhalt weiter Teile des Vorgängerbaus erfolgen. So wird das Projekt nicht zuletzt mit Blick auf ressourcenschonendes Bauen zu einem überzeugenden Vertreter beispielhaften Bauens.“

Das Kirchengebäude

Der Umbau und die Modernisierung des Kirchengebäudes in Oberndorf war notwendig geworden, da das Gebäude in die Jahre gekommen war. Das frühere Satteldach wurde durch ein langes, ansteigendes Pultdach ersetzt. Der Eingang, der davor seitlich angeordnet war, wurde nun zentral zur Straße hin ausgerichtet. Gemeinsam mit der daneben liegenden großzügigen Verglasung wirkt das Gebäude einladend zur Straße. Zusätzlich wurde eine markante Eckgestaltung mit einem Metallgeflecht umgesetzt. Dahinter versteckt sich zum einen eine neue Rampe, die den Zugang barrierefrei ermöglicht und zum anderen ein zweiter Fluchtweg. Die baulich notwendigen Elemente wurden gezielt so umgesetzt, dass sie das Kirchengebäude nach außen sakraler und einladender wirken lassen.

Auch im Inneren hat sich viel für die Gemeinde geändert: Die neue Raumaufteilung ermöglicht eine große räumliche Flexibilität im Gemeindeleben. Zwei Mehrzweckräume können zusammen geschaltet werden. Das großzügige Foyer wurde umgestaltet und hat nun eine hohe Aufenthaltsqualität, die seit dem ersten Gottesdienst immer wieder ausgiebig genutzt wird. Ein barrierefreies WC, eine Teeküche und eine dem Kirchensaal zugeordnete Sakristei komplettieren die Nebenräume.

Im Kirchensaal selbst wird viel mit Licht gearbeitet, so dass ein heller und freundlicher Raum entsteht. Das seitlich einfallende Sonnenlicht wird teilweise durch ein Metallgeflecht vor den Fenstern gefiltert. Die Decke besteht aus Eichenlamellen in die künstliche Beleuchtung direkt integriert wurde. Hinter dem Altar bündelt sich das Licht und lässt das Kreuz erstrahlen. Helle Materialien auf Boden und Wand schaffen kombiniert mit dunklem Eichenholz und Messing eine freundliche Atmosphäre im Inneren. Das Gebäude stellt 125 Sitzplätze im rund 147 Quadratmeter großen Kirchensaal für die Besucher bereit.

Fotos: Felix Kästle, Benedikt Unnasch

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