Das Textwort für den Gottesdienst stand in 1. Mose 24, 58: „Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will es.“
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes: Die Kinder
Ganz sichtbar im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes standen die Kinder des Kirchenbezirks Heidelberg. Sie waren in den vorderen Sitzreihen platziert und sangen gemeinsam mit dem gemischten Chor mehrere Beiträge.
Auch der Stammapostel wendete sich gleich zu Beginn seiner Predigt direkt an die Kinder. In kindgerechter Sprache schilderte er die Bibelgeschichte, die dem Textwort zugrunde lag. Er erzählte von Abraham und seinem Sohn Isaac, von dessen Reichtum und von der Suche nach einer Frau für Isaac. Zudem beschrieb er die beschwerliche, wochenlange Reise des Knechtes, der ausgesandt wurde, um eine geeignete Frau zu finden, und wie dieser schließlich mit Gottes Hilfe Rebekka begegnete und sie fragte, ob sie Isaaks Braut werden wolle.
Was lernen wir aus der Geschichte – für die Kinder
Der Stammapostel gab den Kindern am Ende drei Lehren aus der Geschichte mit auf den Weg:
- Wir sollen mehr tun, als lediglich unsere Pflicht zu erfüllen – so wie Rebekka, die dem Knecht nicht nur Wasser reichte, sondern auch seine Kamele versorgte.
- Der liebe Gott segnet jene, die aus reiner Liebe bereit sind, mehr zu tun, als von ihnen erwartet wird – so wie Rebekka, die dafür mit großzügigen Brautgeschenken bedacht wurde.
- Wenn wir Unterstützung benötigen, können wir Gott im Gebet darum bitten; er gibt uns die Hilfe, die wir brauchen – so wie der Knecht, der Gott um Beistand bat, eine geeignete Frau für Isaak zu finden, und schließlich Rebekka begegnete.
Was lernen wir aus der Geschichte – für die Erwachsenen
Auch für die erwachsenen Gottesdienstteilnehmer beantwortete der Stammapostel die Frage, welche Lehren sich aus der Erzählung ziehen lassen. Die Geschichte um Rebekka sei eine schöne Beschreibung des Heilswirkens des dreieinigen Gottes und habe daher auch für die Gegenwart Bedeutung. So wie Rebekka gefunden wurde, würden auch wir vom Heiligen Geist gefunden. Mit ihm – vergleichbar mit Rebekkas Weg mit dem Knecht – begäben wir uns auf eine lange Reise zu Gott, geführt durch den Heiligen Geist. Für diese Reise benötigen wir Verzicht und Gottvertrauen sowie die Bereitschaft zu Vergeben und zu Dienen.
Als letzte Voraussetzung zur Reise nannte der Stammapostel: "Zu Lieben, wie Jesus geliebt hat". Es gehe dabei nicht um eine Emotion. Sondern um den innigsten Wunsch, dass auch derjenige, der ganz anders ist, dasselbe Heil empfangen könne wie man selbst. Im anderen solle man eine Seele erkennen, die von Jesus gerufen wird.
Begleitet wurde der Stammapostel von Bezirksapostel Michael Ehrich, den Aposteln Ralph Wittich (Nordostdeutschland) und Reinier van Markus (Niederlande), die jeweils zu einem Predigtbeitrag aufgerufen waren sowie den süddeutschen Aposteln. Vielfältig musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kinderchor, Jugendchor, gemischten Chor, einem kleinen Solo-Chor, einem großen Orchester sowie einem Bläserorchester.