Gedenken an die Novemberpogrome
Der erste Teil des Programms war dem Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 gewidmet. Jüdische Gebete wie Kol Nidrei und Kaddisch – in Arrangements jüdischer Kantoren sowie in Kompositionen von Maurice Ravel und Max Bruch – prägten den musikalischen Rahmen.
Die Solisten Lucie Müller (Sopran) und Jan Krockenberger (Cello) gestalteten ihre Beiträge in Begleitung des Orchesters auf hohem musikalischem Niveau. Die Leitung dieses Konzertteils lag bei Dirigent Valentin Stockinger.
Eine inhaltliche Vertiefung erfolgte durch Rabea Schreg mit ihren „Gedanken zu den Novemberpogromen 1938“. Sie ist seit 2023 qualifizierte Jugendguide der Landkreise Tübingen und Reutlingen und führt regelmäßig Rundgänge an Orten nationalsozialistischer Verbrechen durch, insbesondere an der Gedenkstätte Grafeneck.
Musik im zweiten Teil
Im zweiten Programmteil übernahm Christoph Schweizer die musikalische Leitung. Aufgeführt wurde die 8. Sinfonie von Antonín Dvořák. Unter seinem Dirigat präsentierte sich das große Sinfonieorchester mit hoher Spielintensität.
Das Publikum würdigte die Aufführung mit lang anhaltendem Beifall. Die eingegangenen Spenden kamen dem „Haus der Kulturen“ in Reutlingen sowie dem Verein „Zeichen der Erinnerung e. V.“ in Stuttgart zugute.
Das Kammerorchester
Das Kammerorchester Stuttgart der Neuapostolischen Kirche wurde 1986 im Apostelbereich Stuttgart gegründet. Seither konzertiert es vorwiegend in neuapostolischen Kirchengebäuden der Apostelbereiche Stuttgart und Nürtingen. Zudem arbeitet das Ensemble regelmäßig mit dem Kammerchor Stuttgart, dem Regionalchor Nürtingen und dem Jungen Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland zusammen.
Fotos: Christoph Wagner, Kurt Entenmann