05.11.2025

„Komm heraus!“ – Der Aufruf zum Neubeginn

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Am ersten Sonntag im November haben neuapostolische Christen zum dritten Mal in diesem Jahr in einem Gottesdienst der Verstorbenen gedacht. Bezirksapostel Michael Ehrich feierte den Gottesdienst zum Gedächtnis der Verstorbenen in der Kirchengemeinde Freiburg.

  • Bezirksapostel Michael Ehrich am Altar in der Kirchengemeinde in Freiburg
    < Bezirksapostel Michael Ehrich am Altar in der Kirchengemeinde in Freiburg >
  • Ein gemischter Chor erfreute die Gläubigen.
    < Ein gemischter Chor erfreute die Gläubigen. >
  • Der Bezirksapostel verwendete als Bibelwort Johannes 11, Vers 43.
    < Der Bezirksapostel verwendete als Bibelwort Johannes 11, Vers 43. >
  • Bischof Urs Heiniger in seiner letzten Predigt
    < Bischof Urs Heiniger in seiner letzten Predigt >
  • Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger wurde ebenfalls zu einem Predigtbeitrag gerufen.
    < Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger wurde ebenfalls zu einem Predigtbeitrag gerufen. >
  • Ein Streicherensemble trug zur musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes bei.
    < Ein Streicherensemble trug zur musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes bei. >
  • Bischof Urs Heiniger wurde in den Ruhestand versetzt.
    < Bischof Urs Heiniger wurde in den Ruhestand versetzt. >
  • Der Bezirksapostel ernannte und beauftragte neue verantwortliche Amtsträger.
    < Der Bezirksapostel ernannte und beauftragte neue verantwortliche Amtsträger. >
  • Der Bezirksapostel mit dem neu ernannten Bischof Jochen Hübner
    < Der Bezirksapostel mit dem neu ernannten Bischof Jochen Hübner >
  • Eine Solistin berührte mit ihrem Querflötenspiel die Zuhörer.
    < Eine Solistin berührte mit ihrem Querflötenspiel die Zuhörer. >

Per Bild- und Tonübertragung konnte der Gottesdienst im gesamten Arbeitsbereich des Bezirksapostels miterlebt werden. Die süddeutschen Apostel und Bischöfe sowie Apostel Anatolij Budnik aus der Ukraine begleiteten den Bezirksapostel.

Der Gottesdienst war von zwei besonderen Aspekten geprägt: Zum einen wurde der Verstorbenen gedacht, zum anderen wurde Bischof Urs Heiniger in den Ruhestand versetzt. Viele Jahre hatte er im Apostelbereich Freiburg/Tübingen als Seelsorger gewirkt. Zu seinem Nachfolger wurde Bezirksevangelist Jochen Hübner aus dem Kirchenbezirk Tuttlingen zum Bischof ernannt.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten ein gemischter Chor sowie ein Streicherensemble und eine Solistin mit Querflöte.

Der Bezirksapostel hatte als Grundlage für seine Predigt ein Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium ausgewählt: „Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“ (Johannes 11, Vers 43).

Gebete als freundliche Einladung

In seiner Predigt ging der Bezirksapostel darauf ein, dass die Gottesdienste zum Gedenken an die Verstorbenen immer besondere Gottesdienste seien. „Wir wissen ja nicht viel über die jenseitige Welt“, sagte er, aber es sei Gottes Wunsch und Wille, dass allen Menschen geholfen werde, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kämen.

Vor solchen besonderen Gottesdiensten sei man immer besonders aufmerksam, erläuterte der Bezirksapostel. Man werde auf manchen Gruppen von Menschen aufmerksam gemacht und könne so gezielt Gebete in die jenseitige Welt hinübersenden. Der Bezirksapostel nannte als Beispiel diejenigen Menschen, die in Europa vor einigen hundert Jahren als Hexen bezichtigt wurden und zum Teil im Namen Jesu Christi ihr Leben lassen mussten. In Europa sei dies nun viele hundert Jahre her – aber in Asien und in Afrika gebe es heute noch viele Länder, in denen Menschen bei Missernten und Unglücken der Hexerei bezichtigt würden. Die Gebete, die für diese Seelen zum Thron Gottes kämen, erreichten die Seelen dort und wirkten wie eine freundliche Einladung.

Jesus erweckt Lazarus vom Tod

Anschließend erläuterte der Bezirksapostel das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium, das von der Auferweckung des Lazarus berichtet. Jesus zeigte sich tief bewegt über den Tod seines Freundes und teilte die Trauer der Schwestern Martha und Maria. Damit wurde deutlich: Er war wahrer Mensch und zugleich wahrer Gott.

Heutzutage gehe es uns oft ähnlich, so der Bezirksapostel, wir fühlen uns mit Menschen in Not verbunden und beten für sie: „Manches Mal erlebt man, dass der liebe Gott eingreift, machtvoll eingreift. Es geschehen noch Wunder. Und manches Mal betet man und betet man und augenscheinlich tut sich nichts. Da ist nun eines ganz entscheidend: Wie stark ist der Glaube und wie siegt er über den Zweifel?“

Die Kapitel im Johannes-Evangelium zeigt, dass Jesus Christus Macht über Leben und Tod hat. Als Martha Jesus fast vorwurfsvoll fragt, warum er nicht früher gekommen sei, antwortete Jesus mit den Worten: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Damit ruft er zum Vertrauen auf Gottes Macht, auch wenn der Mensch nicht alles versteht. „Es gilt, das Wort Gottes anzunehmen. Er will uns und auch jene Seelen aus der jenseitigen Welt herausrufen aus manchen Verhältnissen“, so der Bezirksapostel.

Wer Gottes Ruf folgt, müsse neue Wege gehen

In der Heiligen Schrift gebe es weitere Stellen mit der Aufforderung, herauszukommen:

  • Abraham folgte dem Ruf Gottes und verließ seine Heimat im Glauben.
  • Lot wurde aus Sodom herausgerufen, er sollte sich nicht mehr nach der Heimat umdrehen und sich so vom Bösen abwenden.
  • Das Volk Israel zog aus der Gefangenschaft in Ägypten trotz vieler Hindernisse in die Freiheit.
  • Der Prophet Elia wurde aus seiner „Kummerhöhle“ gerufen, er fasste Mut und ging einen neuen Weg.
  • Der reiche Jüngling wollte sich nicht von dem, was er hatte, trennen. Er wollte dem Ruf des Herrn nicht folgen, weil dies bedeutet hätte, Opfer zu bringen - dazu war er nicht bereit.

Diese Beispiele würden zeigen: Wer Gottes Ruf folge, müsse Gewohnheiten ändern und Lebensumstände loslassen, Vertrauen fassen und sich auf einen neuen Weg machen. Das gelte für uns und für die Seelen in der Ewigkeit. „Wenn wir Gottes Ruf folgen, wird seine göttliche Kraft an uns wirksam“, so der Bezirksapostel. „Komm heraus“ bleibt der Aufruf Gottes an jeden Menschen, im Diesseits und im Jenseits.

Zu Predigtbeiträgen wurden Bischof Urs Heiniger (Apostelbereich Freiburg/Tübingen) und Apostel Martin Rheinberger (Apostelbereich Karlsruhe) gerufen.

Ruhestand, Ernennung und Beauftragung von neuen Verantwortlichen

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und der feierlichen Spendung der Sakramente an die Verstorbenen wurde Bischof Urs Heiniger nach 23 Jahren im Amt eines Bischofs in den Ruhestand versetzt. Der Bezirksapostel dankte ihm von ganzem Herzen für sein segensreiches Wirken. Als neuer Bischof für den Apostelbereich Freiburg/Tübingen wurde der  Bezirksevangelist Jochen Hübner aus dem Kirchenbezirk Tuttlingen ernannt. 

Da Bischof Urs Heiniger zusätzlich auch als Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Lörrach verantwortlich war, wurde Bezirkältester Florian Kopp als neuer Bezirksvorsteher beauftragt, neben seiner bisherigen Auftrag als Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Freiburg/Offenburg. Als neuer stellvertretender Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Freiburg/Offenburg wurde Priester Steffen Kölln ernannt. Als neuer Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Tuttlingen wurde Bezirksältester Holger Knop beauftragt. Er übernimmt damit die bisherige Aufgabe von Jochen Hübner.

Fotos: Sven Schmider

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