30.10.2025

Das Erinnern als roter Faden des Novembers

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„Nebel hängt wie Rauch ums Haus, drängt die Welt nach innen; ohne Not geht niemand aus; alles fällt in Sinnen“ - so beginnt ein Novembergedicht von Christian Morgenstern. Das Wetter wendet sich herbstlich, der Mensch sucht das Innere.

Die Tage werden kürzer, das Licht schwindet, Nebel liegt über den Feldern, das Laub fällt von den Bäumen – es wird ungemütlich, man hält sich lieber in der guten Stube auf als in der zugigen Landschaft. Die Natur scheint innezuhalten – so prägt eine Mischung aus Stille, Abschied und Nachklang den ganzen Monat. Alles verblasst, verdeckt das noch im Oktober so sichtbar Glänzende – all das spiegelt unsere innere Erfahrung wider: Abschied und Vergänglichkeit gehören zu unserem Leben. Der rote Faden des Novembers ist das Erinnern.

In die Atmosphäre des grauen, nassen, fahlen Novembers fügt sich der kirchliche Jahreslauf beinahe natürlich ein. Der November steht in der Kirchengeschichte seit Jahrhunderten im Zeichen des Totengedenkens. Man erinnert sich an die Namen der Verstorbenen, Kerzen werden auf die Gräber gestellt. Das kirchliche Gedenken im November, das in der Neuapostolischen Kirche auch den Gottesdienst zum Gedächtnis an die Verstorbenen umfasst, ist keine Flucht aus der Realität in die verklärt aufscheinende Vergangenheit, sondern lädt zur Dankbarkeit ein. Dankbarkeit für die Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott.

Möglicherweise sieht man in diesem November-Grau deutlicher, was bleibt: Zuwendung, Liebe, Dankbarkeit. Zwischen Nebelschwaden und Kerzenschein wird der November zu einem Ort der inneren Einkehr – zu einem Monat, in dem sich die Vergänglichkeit alles Irdischen mit der Verheißung hoffnungsfroher Zukunft berührt.

Trauer darf sich nicht belastend auswirken. Die Neuapostolische Kirche in Süddeutschland bietet professionelle Trauerbegleitung. Für Kirchenmitglieder, die in Trauer und Leid gekommen sind, werden regelmäßig stattfindende Trauergesprächskreise angeboten. Trauernde können sich dabei im geschützten Raum einer Gruppe mit anderen Menschen austauschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Die Trauergesprächskreise finden an zentralen Orten in den sechs Apostelbereichen statt. Sie werden von ausgebildeten Trauerbegleitern geleitet. Die Gesprächskreise müssen vorbereitet werden, daher sind Interessierte gebeten, sich auf unserer Website anzumelden. Dort gibt es auch Informationen über Orte und Termine.

Foto: Adobe Stock

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