Zwei Referenten des Fachbereichs Theologie der Akademie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland referierten über theologische Themen.
Den Beginn machte am Donnerstagvormittag die Referentin Lydia Schultheiß. Sie sprach über die Bergpredigt, die Thema eines neuen Akademie-Seminars ab September sein soll. In dem Seminar soll zum einen die literarische Struktur der Bergpredigt betrachtet werden. Zum anderen werden die einzelnen Abschnitte unter Berücksichtigung ihres jüdischen Kontexts vorgestellt. Im praktischen Teil soll diskutiert werden, welche ethische Bedeutung die Bergpredigt hat und wie dieser Anspruch im Alltag verwirklicht werden kann. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Bergpredigt zu entwickeln und Impulse zu gewinnen, wie ihre Botschaft persönlich und gesellschaftlich wirksam werden kann.
Am Nachmittag ging es um das ebenfalls für die Akademie vorgesehene neue Seminar „Gott der Schöpfer“. Der Fachbereichsleiter Theologie, Lothar Selmes, stellte zunächst biblische Schöpfungsaussagen vor, um in einem nächsten Schritt das Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer anhand der altkirchlichen Bekenntnisse zu erläutern. Danach ging es um „Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft“ Was sagen Bibel und Glaube zu Schöpfung und Menschheitsentstehung, wie sieht dies die Naturwissenschaft? Und wie lässt sich beides vereinbaren: Glaube und Wissenschaft? Da einige Apostel und Bischöfe im Beruf Naturwissenschaftler waren beziehungsweise sind, entspann sich eine lebhafte Diskussion um dieses Thema.
Am Freitag, 16. Mai, referierte Lothar Selmes aus seiner Arbeit für die ACK Baden-Württemberg in der Kommission Theologie und Spiritualität. Sein Vortrag unter der Überschrift „Gewagt! - 500 Jahre Täufertum“ behandelte die Entstehungsgeschichte des Täufertums in Zürich bis hin zu heutigen Vertretern von täuferischem Glauben in der Konfessionskunde wie Baptisten und Mennoniten. Die theologischen Grundlinien des Täufertums wie etwa Gewaltfreiheit und Erwachsenentaufe wurden zur Sprache gebracht ebenso wie die blutige Verfolgung der Taufgesinnten durch Staat und Kirche.