Auf dem Programm der beiden Konzerte standen zwei Werke zeitgenössischer Komponisten.
Den Beginn machten die brilliant besetzen Streicher des Kammerorchesters mit „On the nature of daylight“ von Max Richter. Das Stück des in England lebenden gebürtigen Deutschen wurde klangvoll und äußerst souverän vorgetragen. Es zog die Zuhörer in den Bann und stimmte auf die „Holy spirit mass“ des norwegischen Komponisten Kim André Arnesen ein.
Die „Holy spirit mass“ wurde erstmals 2017 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation aufgeführt. Die Messe beschreibt das zeitlose Wesen und Wirken des Heiligen Geistes in und an den Menschen und ermutigt zur Einheit und Aussöhnung in der Welt. Andresen verwendet darin sowohl Elemente aus dem 9. Jahrhundert als auch moderne Rhythmen, die sich mit sphärisch anmutenden Klängen abwechseln.
Dirigent Karsten Ott führte Chor und Orchester engagiert und gekonnt durch das sehr anspruchsvolle und vielseitige Werk. Begeisternd waren besonders der schwebende Sopran, der auch in den Höhen stets weich klang, und das fulminante Violinsolo von Birgit Müller im „Agnus Dei“. Helmut Kümmerer am Klavier ergänzte den Gesamtklang souverän.
Nach dem eindrucksvollen Alleluja bedankten sich die Zuhörer mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen.
Fotos Ulm-West: Achim Finger
Fotos Sindelfingen: Luca Alger