Jona: Zwischen Zorn und Gnade
Der Stammapostel legte seiner Predigt Jona 4, 1–3 zugrunde:
"Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben."*
In seiner Predigt sprach der Stammapostel über Jonas Reaktion auf die Rettung Ninives. Anstatt sich über die Umkehr der Menschen zu freuen, war er zornig und zog sich zurück. Gott stellte ihm daraufhin die Frage: „Meinst du, dass du mit Recht zürnst?“
Die Geschichte verdeutliche, dass Rettung nicht durch eigenes Verdienst geschehe, sondern allein durch Gottes Gnade – so wie Jona durch den Fisch gerettet wurde. Daher sei es ein Auftrag für Gläubige, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen, dass Gott alle Menschen retten möchte. Auch wenn es manchmal so erscheine, als bliebe dieser Einsatz ohne Wirkung, zeige die Geschichte von Jona, dass kein Dienst für Gott vergeblich sei. „Das Gute, das du tust, ist nie verlorene Zeit“, betonte der Stammapostel.
Zum Abschluss verwies er auf das Begrüßungslied der Kinder: „Kommt, sagt es allen weiter.“ Diese Aufforderung fasse die Botschaft des Gottesdienstes treffend zusammen.
Weitere Predigtbeiträge
Neben dem Stammapostel predigten auch die eingeladenen Apostel Marat Akchurin (Russland) und Carsten Denker (Westdeutschland) zu dem Bibelwort aus dem Alten Testament.
Musikalische Gestaltung
Der Gottesdienst wurde von Chor, Orchester, Kinderchor, einem Frauentrio und Soloinstrumenten begleitet.