05.12.2024

Maria wartet auf die Erfüllung der Verheißung

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Maria, die Mutter Jesu, ist eine im Advent wichtige Gestalt: Sie wartet auf die Erfüllung der Verheißung, die ihr durch den Engel Gabriel gegeben worden ist. In dieser Zeit der Erwartung der Geburt Jesu besucht sie ihre Verwandte Elisabeth und stimmt voller Vorfreude auf die kommenden Ereignisse ein Loblied auf Gott an.

Man nennt den Lobgesang der Maria nach den lateinischen Anfangsworten „Magnificat“. Als Musikstück ist das Magnificat eines der meist gespielten Werke für Chor in der Advents- und Weihnachtszeit. Johann Sebastian Bach (1685-1750) beispielsweise vertonte es, ebenso wie der Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) oder – um einen bekannten modernen Komponisten zu nennen – John Rutter (geboren 1945). Warum eignet sich das Magnificat, um in der Advents- und Weihnachtszeit gesungen und bedacht zu werden? Es spiegelt nämlich die Erwartungshaltung und die adventliche Freude der Maria wider und es wird von Maria gesungen vor der Geburt ihres Sohnes Jesus, also vor den Geschehnissen, die in Bethlehem stattfinden.

Maria macht sich von Nazareth auf nach Judäa

Was war geschehen? Auf die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel hin macht sich Maria von Nazareth aus auf, um ihre Verwandte Elisabeth in einer uns unbekannten Stadt in Judäa zu besuchen. Maria will mit der vertrauten Verwandten über das Geschehene sprechen. Da geschieht Sonderbares: Das ungeborene Kind im Leib der Elisabeth - Johannes, den man später den Täufer nennen wird - hüpft vor Freude, als die bereits mit Jesus schwangere Maria im Heimatort der Elisabeth ankommt. Elisabeth wiederum erkennt, dass Maria als die Mutter ihres Herrn zu ihr kommt. Sie bekräftigt, dass das, was Gott vorhat, auch genauso eintreffen wird.

Lobgesang mit Worten aus den Psalmen

Daraufhin stimmt Maria ihren Lobgesang an (Lk 1,40–45). Sie tut dies mit Worten, die den Psalmen und anderen Gesängen des Alten Testaments ähneln. Dort finden sich Worte des Lobes und Dankes für Gottes Wirken in Hülle und Fülle. So preist sie Gott als ihren Heiland, der mächtig und heilig ist und große Dinge tut. Mit ihren Worten, die nur im Lukasevangelium überliefert sind, zeigt Maria bereits im Vorgriff auf den Verlauf der weiteren Ereignisse, was Gott durch seinen Sohn wirkt und schafft: Gott zerstreut diejenigen, die hoffärtig sind, also die Stolzen, die sich nur auf ihre eigene Kraft verlassen; er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen, was sich in der Geschichte Israels oft schon ereignet hat und sich in der Entmachtung Satans durch Jesus Christus bestätigen wird; die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen – den sozial Benachteiligten wendet sich der Gottessohn schließlich besonders intensiv zu. All das wird sich erfüllen, weil Gott es bereits den Glaubensvätern Israels wie Abraham und anderen versprochen hat. Maria bleibt eine unbestimmte Zeit bei Elisabeth, bis kurz vor der Geburt des Johannes des Täufers, und kehrt dann zurück nach Nazareth.

Worte aus dem Lobgesang der Maria sind Grundlage des Gottesdienstes am Sonntag, 8. Dezember 2024, am 2. Advent.

Bereits erschienen: 1. Advent - Tochter Zion, freue dich!

Foto: Adobe Stock

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