Auf den „Goldenen Oktober“ mit seinen oft sonnigen und noch warmen Tagen, geschmückt mit farbigen Blättern an den Bäumen, folgt der als trist und grau empfundene November. Psychologisch ist der November der ideale Monat des Totengedenkens, was an den Feiertagen Totensonntag und Volkstrauertag ablesbar ist. Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und wird zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen, während der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag in den evangelischen Kirchen ein Gedenktag für die Verstorbenen ist und als letzter Sonntag im Kirchenjahr vor dem ersten Adventssonntag gefeiert wird.
Die Zeit vor dem Advent ist also keine festlose Zeit: Wir feiern Erntedank, Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen, Buß- und Bettag, katholische Christen begehen Allerheiligen (1.11.), Protestanten den Reformationstag (31.10.). Der Martinstag am 11.11. ist schon fast ein ökumenisches Fest, das Menschen aus verschiedenen Konfessionen und auch Konfessionslose mit Laternenumzügen feiern.
So überbrückt man mit diesen Lichtblicken an Feiertagen die Zeit bis zum Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent. Bei aller Vorfreude auf die Adventszeit kennen wir doch auch die Trauer um geliebte Menschen: Wir gedenken der Entschlafenen, katholische und evangelische Christen gedenken ihrer Toten an Allerseelen, dem Tag nach Allerheiligen, beziehungsweise am Ewigkeitssonntag. Trauer um geliebte Angehörige und Freunde verbindet alle Menschen, gleich welcher Religion oder Konfession.
Wir möchten in diesem Zusammenhang auf das Angebot der Neuapostolischen Kirche in Süddeutschland zur Trauerbegleitung hinweisen, das in unserer Rubrik Beratungsangebote zu finden ist.
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