Der Gottesdienst aus der kürzlich geweihten Kirche in Pforzheim-Brötzingen wurde europaweit übertragen. Bevor der Bezirksapostel auf das zugrunde liegende Bibelwort einging, teilte er einige Gedanken zum Chorlied „Gott ist in der Mitte“ mit der Gemeinde. Gott sei immer in unserer Mitte – in jedem Gottesdienst. Dies stelle eine große Verantwortung für die Amtsträger dar, damit Gott sich wirklich zeigen könne. Es sei unser Anspruch, dass Gott sich mit seinem Wesen in uns allen verwirklichen könne.
Gottesfurcht: Gott aus Liebe ehren
Das Bibelwort für diesen Gottesdienst, entnommen aus 1. Samuel 12, Vers 24, lautete: „Fürchtet den Herrn und dient ihm treu von ganzem Herzen.“ Die beiden zentralen Themen des Gottesdienstes waren die Gottesfurcht und die Treue.
Die Gottesfurcht – nicht zu verstehen als Angst vor Gott, sondern als tiefen Respekt – müsse in die Herzen gepflanzt werden. Sie entstehe, wenn man Gott unmittelbar erlebe und spüre, dass er einen durchs Leben begleite. Wer in Gottesfurcht lebt, erkenne Gott als den Allmächtigen und Allwissenden, und liebe ihn nicht aus Furcht, sondern ehre ihn aus Liebe. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für den Dienst als Amtsträger.
Treue: Festhalten trotz allem
Der zweite Schwerpunkt lag auf der Treue. Der Bezirksapostel erinnerte an Apostel Paulus, der an Timotheus schrieb: „Sind wir untreu, so bleibt er treu.“ Unsere Antwort auf Gottes Treue müsse sein, dass auch wir treu zu ihm stehen. Treue sei eine wechselseitige Beziehung – wenn eine Seite nicht treu sei, leide die Beziehung oder zerbreche sogar. Das gelte auch für unser Verhältnis zu Gott.
Gottes Treue zu uns stehe außer Frage, doch wie sieht es mit unserer Treue aus? Wir sollen treu bleiben, trotz Sorgen und Anfechtungen. Auch im Amtsdienst gelte dies, selbst wenn man ungerecht behandelt werde oder persönliche Herausforderungen im Privatleben zu bewältigen habe.
Rückbesinnung auf den Kern
Wie zeigt sich unsere Treue? Durch eine tiefe, innere Verbindung zu Gott, geprägt von Verlässlichkeit. Der Bezirksapostel nahm hier erneut Bezug auf das eingangs gesungene Chorlied: Gott müsse im Mittelpunkt unseres Lebens stehen. Er sei das Wichtigste.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden Apostel Sargant aus München und Apostel Keck aus Ulm aufgerufen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor, einem Bläserensemble sowie einem kleinen Solochor.
Fotos: Gerold Hagenbucher