22.08.2024

Große und kleine „SHINE-Momente“ – Kanadareise zum panamerikanischem Jugendtag

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200 Jugendliche aus Süddeutschland hatten nach dem Aufruf unseres Bezirksapostels, sich zu einer Teilnahme zu bewerben, im August die Möglichkeit am panamerikanischen Jugendtag in Kanada teilzunehmen. Dieser fand unter dem Motto „SHINE“ – zu Deutsch leuchten – vom 1. bis 5. August auf dem Gelände der Brock University in Ontario, Kanada statt. Die süddeutschen Teilnehmer unterstützten gemeinsam mit Jugendlichen aus Nord- und Südamerika den Veranstaltungschor. Der Bezirksapostel war die ersten Tage mit dabei.

  • SHINE - Das Motto des panamerikanischen Jugendtags in Kanada.
    < SHINE - Das Motto des panamerikanischen Jugendtags in Kanada. >
  • Rund 1.000 Teilnehmer fanden sich in Ontario ein.
    < Rund 1.000 Teilnehmer fanden sich in Ontario ein. >
  • 200 von ihnen waren Jugendliche aus Süddeutschland.
    < 200 von ihnen waren Jugendliche aus Süddeutschland. >
  • Sie unterstützten gemeinsam mit Jugendlichen aus Nord- und Südamerika den Veranstaltungschor.
    < Sie unterstützten gemeinsam mit Jugendlichen aus Nord- und Südamerika den Veranstaltungschor. >
  • Zum panamerikanischen Jugendtag gehörte ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops....
    < Zum panamerikanischen Jugendtag gehörte ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops.... >
  • ...mit gemeinsamer Zeit mit Sport- und Spielangeboten...
    < ...mit gemeinsamer Zeit mit Sport- und Spielangeboten... >
  • ...mit Zeit für Gespräche - auch mit den Aposteln...
    < ...mit Zeit für Gespräche - auch mit den Aposteln... >
  • ...mit lauten Feiergelegenheiten...
    < ...mit lauten Feiergelegenheiten... >
  • ...und mit andächtigem Candle-Light-Konzert...
    < ...und mit andächtigem Candle-Light-Konzert... >
  • ...dazu Verbindung schaffende Aktionen wie einen Leuchtturm bauen...
    < ...dazu Verbindung schaffende Aktionen wie einen Leuchtturm bauen... >
  • ...oder auch der Besuch von Veranstaltungen waren Teil des Programms.
    < ...oder auch der Besuch von Veranstaltungen waren Teil des Programms. >
  • Allgegenwärtig war das Motto: SHINE.
    < Allgegenwärtig war das Motto: SHINE. >
  • Abendgebet mit Gastapostel Eugene Kalala aus dem Kongo.
    < Abendgebet mit Gastapostel Eugene Kalala aus dem Kongo. >
  • Schulbusse fuhren die süddeutschen Jugendlichen zu ihren Veranstaltungen.
    < Schulbusse fuhren die süddeutschen Jugendlichen zu ihren Veranstaltungen. >
  • Nach dem Jugendtag unternahm die Gruppe noch den ein oder anderen Ausflug.
    < Nach dem Jugendtag unternahm die Gruppe noch den ein oder anderen Ausflug. >
  • In Toronto gab es ein Restaurant, in dem alle 200 Jugendlichen Platz fanden.
    < In Toronto gab es ein Restaurant, in dem alle 200 Jugendlichen Platz fanden. >
  • Den Mittwochabendgottesdienst in Kitchener umrahmten die Jugendlichen mit Chorgesang.
    < Den Mittwochabendgottesdienst in Kitchener umrahmten die Jugendlichen mit Chorgesang. >
  • Auf dem Gelände der Kirche in Kitchener gab es auch außerhalb der Gottesdienste Programm für die Jugendlichen.
    < Auf dem Gelände der Kirche in Kitchener gab es auch außerhalb der Gottesdienste Programm für die Jugendlichen. >
  • Zum Beispiel waren Outdoorspiele für die Gäste vorbereitet.
    < Zum Beispiel waren Outdoorspiele für die Gäste vorbereitet. >
  • Die Jugendlichen begeisterten sich für kanadische Lagerfeuersnacks: S'mores.
    < Die Jugendlichen begeisterten sich für kanadische Lagerfeuersnacks: S'mores. >
  • Mit Applaus bedankten sich die Jugendlichen bei den deutschen Reiseleitern.
    < Mit Applaus bedankten sich die Jugendlichen bei den deutschen Reiseleitern. >

Der folgende Bericht wurde von einer der Jugendlichen verfasst, die in Kanada mit dabei war. Sie berichtet von vielen kleinen und großen „SHINE-Momenten“, die auch nach dem panamerikanischen Jugendtag noch in den Teilnehmern nachleuchten. 

Könnt ihr nochmal ein Lied für uns singen?

Das Strahlen der Jugendlichen, die sich voller Freude im Flugzeug auf dem Weg zum panamerikanischen Jugendtag befinden, steckt die anderen Passagiere und die Flugbegleiter an. Niemand stört sich an dem Gesang aus voller Kehle, der das Dröhnen des Flugzeugs übertönt. Am Ende kommt sogar eine Durchsage vom Piloten: „Könnt ihr nochmal ein Lied für uns singen?“

Ankunft in Kanada

Mit Luftballons und Willkommensschildern werden die Jugendlichen in Toronto am Flughafen begrüßt. Und anschließend mit lautem Jubel auf dem Gelände der Brock University, auf der der Jugendtag die nächsten 4 Tage stattfindet.

Die Jugendlichen aus Kanada, den USA, Bolivien, Chile, Paraguay, Uruguay, Brasilien und Argentinien sind schon da. Gerne nehmen sie die 200 recht müden Deutschen in ihre Gruppen auf, sodass gemeinsam der erste offizielle „SHINE-Moment“ geschaffen werden kann: Mit Pappkartons, Luftballons und Leuchtelementen bauen die insgesamt fast 1.000 Jugendlichen Türme, die in die einbrechende Nacht leuchten – ganz gemäß des Mottos „SHINE“ des panamerikanischen Jugendtags.

Enten auf dem Campus

Für die Dauer des Jugendtags wird den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten. So beginnt beispielsweise jeder Morgen auf dem Campus-Gelände mit einer Morgenandacht und typisch kanadischem Frühstück.

Eine Begegnung am Samstagmorgen ist für Yannika und Annca der Auslöser für viele weitere „SHINE-Momente“: Der kanadische Jugendliche Dieter schenkt ihnen zwei kleine Enten. Diese beiden Enten sind für Yannika und Annca ein Türöffner. Sie nutzen sie, um mit allen möglichen Leuten in Kontakt zu treten. „Sämtlichen Menschen, denen wir an diesem Tag begegnet sind, haben wir die Enten in die Hand gedrückt und gebeten ein Foto machen zu dürfen“, erzählt Yannika. So beispielsweise Bianca, eine der vielen freiwilligen Helferinnen an diesem Wochenende. Am Ende haben sie eine schöne Fotosammlung voller Menschen mit Enten gesammelt, die sie an die Begegnungen beim Jugendtag erinnern.

Das Programm des panamerikanischen Jugendtags ist sehr umfangreich. Sport ist sowohl im Freien als auch drinnen möglich, es gibt Brett- und Computerspiele, Aktivitäten wie Cupcakes dekorieren oder den Blumenschmuck für den Gottesdienst vorbereiten, Vorträge zu theologischen Themen oder Shine-Workshops, bei denen man lernt, worin das eigene Licht bestehen könnte. Zwischendurch gibt es immer wieder Snacks, Momente der Ruhe und Zeit für Gespräche, auch mit den Aposteln.

Feiern kann man laut und leise

Ein Höhepunkt am Samstag ist die interaktive Light-Show am Abend. Mit Schulbussen werden die Teilnehmer des panamerikanischen Jugendtags zur Central Community Church gekarrt. Beim so genannten Dockside Chat verrät Stammapostel Jean-Luc Schneider, dass seine persönlichen „SHINE-Momente“ keine besonders außergewöhnlichen waren: Für ihn sind es die Glaubensgeschwister, die schwere Lasten zu tragen hatten und sich nicht beschwerten. Sie warfen ein Licht in sein Leben und inspirierten ihn.

Danach folgt der laute Teil: Es wird getrommelt, getanzt und mit leuchtenden Bällen gespielt. Unter tosendem Applaus betritt der Spoken-Word-Poet Brandon Leake, der 2020 America´s Got Talent gewann, die Bühne. Am Abend beweisen die Jugendlichen dann, dass sie nicht nur laut feiern können, sondern auch Stille und Besinnung schätzen. Im Rahmen eines Candle-Light-Konzerts wird an die Verstorbenen gedacht.

Jesus ähnlicher werden

Der Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider findet am Sonntagabend statt. Die deutsche Reisegruppe beweist mal wieder Disziplin, als es darum geht, zügig in die gelben Schulbusse Richtung Community Church zu steigen. Der Stammapostel dient mit dem Bibelwort aus Römer 8,29: „Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ In diesem Zusammenhang erklärt er anhand der Eigenschaften Glaube und Liebe sowie der Aufgaben des Dienstes und der Mission, wie man Jesus ähnlicher werden kann.

Nach dem Stammapostelgottesdienst werden alle Teilnehmer des panamerikanischen Jugendtags an die Niagarafälle gebracht. Sie besuchen als Abschluss eine dort stattfindende Light-Show mit anschließendem Feuerwerk. 1.000 Jugendliche mischen sich unter die anderen Zuschauer und verfolgen diesen sehr besonderen und verbindenden „SHINE-Moment“.

Am Montag heißt es dann Abschied nehmen. Noch einmal tanzen und singen die Teilnehmer des panamerikanischen Jugendtags gemeinsam. Bevor sich die Teilnehmer aus Kanada, den USA, Bolivien, Chile, Paraguay, Uruguay und Brasilien wieder auf den Heimweg machen, werden noch Hüte mit dem „SHINE-Logo“ verlost. Samuel aus unserer deutschen Reisegruppe wollte schon die ganze Zeit einen dieser Hüte haben und hofft jetzt inständig, einer der glücklichen Gewinner zu sein. Leider ist dies nicht Fall. Die Gewinner der SHINE-Hüte bekommen jedoch nicht nur einen, sondern gleich mehrere Hüte, um sie an ihre Freunde zu verteilen. Eine der Gewinnerinnen lässt einen Hut zufällig bei Samuel fallen. „Das sollte einfach so sein“, freut er sich über sein besonderes Andenken. So geht das offizielle Programm des panamerikanischen Jugendtags zu Ende.

"SHINE-Momente" – auch nach dem Jugendtag

Früh am Morgen des Dienstags packen auch die süddeutschen Jugendlichen ihre Koffer, denn der Umzug an die University of Waterloo steht an. Vorher macht die Reisegruppe aber noch Toronto unsicher. Egal ob auf dem CN Tower, vor der Art Gallery of Ontario oder auf der nahegelegenen Insel, überall sieht man neuapostolische Jugendliche in der Millionenstadt, gut zu erkennen an ihren bunten Busbändeln. Ein gemeinsames Abendessen in Jack Astors bildet den Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Am Mittwoch steht Kanufahren auf dem Programm. Für Jan einer seiner „SHINE-Momente“. Er genießt die Natur und die Mischung aus Ruhe und Spaß. „Ein toller Moment war, als wir mit ein paar Schwestern, die wir vor Ort erst kennengelernt haben, spontan ein paar Lieder angestimmt haben.“

Am Mittwochabend gestalten die süddeutschen Jugendlichen den Gottesdienst in Kitchener musikalisch mit. Bezirksapostel Mark Woll leitet den Gottesdienst, Bezirksapostel Enrique Minio aus Argentinien sowie Apostel Martin Rheinberger, der zusammen mit Priester Kopp und seiner Frau beauftragt wurde, die Jugendlichen zu begleiten, dienen mit.

Zu Hause weiterleuchten

Für Donnerstag ist ein Ausflug zum Strand geplant. Am Abend geht es dann noch einmal zur Neuapostolischen Kirche in Kitchener. Diesmal ist der riesige Parkplatz bestückt mit Sitzmöglichkeiten, Outdoor-Spielen und Food-Trucks. Auch die kanadischen Jugendlichen aus der Umgebung sind eingeladen.

Wie im Flug vergeht die Zeit und schon ist der letzte Tag für die süddeutschen Jugendlichen angebrochen. Für diesen steht Shopping in der Toronto Premium Outlet Hall auf dem Programm. Hier kommt wirklich jeder Teilnehmer auf seine Kosten. Anschließend zeigen die Jugendlichen ein letztes Mal ihre „deutsche Disziplin“ und stellen sich ganz ordentlich an, um in die ihnen zugewiesenen Busse einzusteigen. Nach dem achtstündigen Rückflug und nur wenig Schlaf leuchten die Jugendlichen immer noch von innen heraus. Dieses Leuchten, das beim panamerikanischen Jugendtag im Inneren der Jugendlichen entfacht wurde, wollen sie nun in die Gemeinden tragen.

Fotos: Lukas Nöding, Moritz Krause, NAC Canada

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