Die ehrenamtlichen Trauergesprächsleiter leiten an vielen zentralen Orten in Süddeutschland in neuapostolischen Kirchengemeinden regelmäßig stattfindende Treffen für trauernde Menschen. Diese Trauergesprächskreise bieten im geschützten Raum einer Gruppe Möglichkeiten zum Gedankenaustausch unter Trauernden.
Aus verschiedenen Gründen konnten leider nicht alle Leiter von Trauergesprächskreisen an dem Seminar in Bad Boll teilnehmen.
Bischof Jürgen Gründemann aus dem Apostelbereich Ulm begrüßte die Teilnehmer. Er bedankte sich in seiner Ansprache für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit in den Trauergesprächskreisen und wünschte allen zwei erbauende Seminartage.
An beiden Tagen gab es viel Zeit für den Austausch. Am Freitag wurden verschiedene Themen in Einzelarbeit und in Zweiergruppen ausgearbeitet und anschließend in der Gruppe diskutiert. Festgestellt wurde, dass es sehr wichtig ist, dass Trauernde immer wieder ihre Geschichte erzählen dürfen. Auch wurde darüber gesprochen, wie die Trauergesprächsleiter damit umgehen können, wenn ganz unterschiedliche Verlustarten im Gesprächskreis auftreten (z.B. Verlust eines Kindes, Verlust des Ehepartners in jungen Jahren und Verlust des Ehepartners im Alter).
Der zweite Seminartag hatte das Thema „Trauer und Trauma“ zum Schwerpunkt. Eine externe Referentin sprach über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Trauer und Trauma.
Dass immer mehr Männer an den Trauergesprächskreisen teilnehmen, stellen die Gesprächsleiter als neue Entwicklung fest. Dieses Thema soll ausführlich im nächsten Seminar der Trauergesprächsleiter 2025 behandelt werden.
Am Wochenende darauf konnten in einem anderen Seminar neun neue Trauergesprächsleiter ausgebildet und für ihre neue Aufgabe gerüstet werden.
Weitere Informationen und die Termine der Trauergesprächskreise gibt es unter www.nak-sued.de/was-wir-tun/beratungsangebote/fuer-trauernde