Am Freitag, 21. Juli 2023, fand die ordentliche Mitgliederversammlung von „human aktiv“ statt, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Die Mitglieder trafen sich im Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland in Stuttgart-Degerloch.
Die Tagesordnung enthielt unter anderem den Jahresbericht 2022 des Vorstands, den Bericht der Wirtschaftsprüfer sowie die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2024. Es wurden auch zahlreiche Projekte präsentiert, die im vergangenen Jahr gefördert wurden.
Der Erste Vorsitzende des Hilfswerks, Bezirksapostel Michael Ehrich, konnte aufgrund einer kurzfristigen Terminüberschneidung leider nicht teilnehmen und hatte mit der Durchführung der Mitgliederversammlung den Zweiten Vorsitzenden beauftragt.
Der Zweite Vorsitzende von „human aktiv“, Prof. Dr. Joachim Müller, erläuterte, dass es im Jahr 2022 einen außergewöhnlichen Anstieg der Einnahmen gegeben habe. Dies liege hauptsächlich an der Bereitschaft der Spender, die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen zu unterstützen. Diese Tendenz ist seit Beginn 2023 allerdings wieder rückläufig, daher werden für 2023 weniger Spenden erwartet als 2022 eingegangen sind.
Eine Übersicht über die Ausgaben im Jahr 2022 zeigte, dass erstmals nach etlichen Jahren der Schwerpunkt für Humanitäre Hilfe im Ausland gesetzt wurde. Rund 55 Prozent der Ausgaben wurden für die weltweite Katastrophenhilfe (insbesondere für Hilfsprojekte in der Ukraine), Bildungs-, Ernährungs- und Gesundheitsprojekte sowie Brunnenbau eingesetzt.
Der Anteil aller Ausgaben für die Humanitäre Hilfe im Inland betrug im Berichtsjahr knapp 45 Prozent (Dauerprojekte „Aktion Tafelladen“, „Essensangebot für Bedürftige“ und Familienrüstzeit sowie Jahresförderschwerpunkt, Kinder- und Jugendfreizeiten und allgemeine humanitäre Hilfe). Die Kosten für die Administration waren wie bereits in den Vorjahren sehr gering: rund 0,5 Prozent wurden für Werbung, externe Dienstleistungen und Vermögensverwaltung aufgebracht.
Aus dem Budget „Spontanhilfe des Bezirksapostels“ konnten 18 verschiedene soziale Einrichtungen in Süddeutschland (z.B. Die Arche München, Mercy Ships Deutschland e.V., Kinderhaus Luftikus gGmbH und Interplast Germany e.V.) gefördert werden. Dazu wurden aus dem Budget „Spontanhilfe der Apostel“ und der Geschäftsstelle zahlreiche Organisationen unterstützt.
In der letztjährigen Mitgliederversammlung wurde das Budget für den Jahresförderschwerpunkt 2023 „Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder“ auf 150.000 Euro festgelegt. Die Begutachtung der eingegangenen Förderanträge zum ersten Abgabetermin am 31. Mai 2023 enthielt bereits eine beantragte Fördersumme von über 149.000 Euro. Deshalb wurde per Abstimmung beschlossen, das Budget auf 200.000 Euro zu erhöhen und den Jahresförderschwerpunkt auch im Jahr 2024 fortzusetzen mit einem Budget von 150.000 Euro.
Für 2024 ist geplant, dass ein großer Teil der zweckgebundenen Spenden aus der Ukraine-Hilfe für den Wiederaufbau verwendet wird. Zudem wurden die Budgets für die einzelnen Dauerprojekte im In- und Ausland erläutert.
Anschließend wurde noch über eine Aktion auf dem Süddeutschen Jugendtag berichtet, bei dem aus vielen kleinen Steinen ein Miniaturbrunnen gebaut wurde. Jeder verbaute Stein wurde mit einem Euro gefördert, 900 Euro kamen so für den Bau eines Brunnens in der Volta-Region in Ghana zusammen. Da diese Summe nicht für den kompletten Bau ausreicht, hat der Erste Vorsitzende, Bezirksapostel Michael Ehrich, angeboten, den Restbetrag aus seinem Spontanbudget zu finanzieren. Ein Vortrag – anschaulich mit Bildern und kurzen Filmen untermalt – über Brunnenbau in Afrika durch das Vereinsmitglieds Dr. Wolfgang Oehler, der seit mehreren Jahren viele Hilfsprojekte in Afrika koordiniert, rundete die Mitgliederversammlung ab.