Als Bibelwort lag den Gottesdiensten ein Vers aus dem Johannesevangelium zugrunde: „Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.“ (Johannes 10,16).
In den Predigten wurde zum Ausdruck gebracht, dass der im Bibelwort angesprochene „Stall“ sinnbildlich für den geistlichen Bereich stehe, in dem sich eine Seele im Jenseits befinde. Die Liebe Gottes wende sich jedoch vorbehaltlos allen Menschen zu. Alle Menschen sollen in die Nähe Gottes und damit in seine „Herde“ geführt werden.
Bezirksapostel Michael Ehrich führte den Gottesdienst in Calw im gleichnamigen Kirchenbezirk durch und verwendete für seine Predigt ein Bibelwort aus der Offenbarung: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“ (Offb 1,17.18). Der Gottesdienst, zu dem auch die aktiven Apostel aus Süddeutschland eingeladen waren, wurde per Internet in die weiteren Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Calw übertragen.
Um weitere Predigtbeiträge wurden Apostel Hans-Jürgen Bauer (Apostelbereich Ulm) und Apostel Manfred Schönenborn (Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg) gebeten.
Gebete für und Heilsvermittlung an Verstorbene
Nach neuapostolischer Glaubensüberzeugung schließt Gottes Heilswille alle Menschen ein, unabhängig davon, ob sie noch auf dieser Welt leben oder bereits gestorben sind. Daher erhalten verstorbene Seelen auch an jedem Sonntag die Einladung, Sündenvergebung zu empfangen und am Heiligen Abendmahl teilzuhaben. In den sogenannten „Entschlafenen-Gottesdiensten“ („entschlafen“ im Sinne von verstorben), die dreimal im Jahr – jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November – stattfinden, wird den verstorbenen Seelen im Jenseits die Möglichkeit gegeben, zusätzlich die Sakramente Heilige Wassertaufe und Heilige Versiegelung zu empfangen. Die Spendung dieser Sakramente erfolgt immer an dem Ort, wo der Bezirksapostel oder ein von ihm beauftragter Apostel den Gottesdienst durchführt, und wird stellvertretend an lebenden Personen vollzogen, ist jedoch ausschließlich für die verstorbenen Seelen wirksam.
In allen weiteren Kirchengemeinden erfolgt innerhalb der Liturgie der Entschlafenen-Gottesdienste nach der Feier des Heiligen Abendmahls ein Fürbittgebet für die Seelen der Verstorbenen.